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in der Umgegend von Tholey hin, und manchesmal trieb er seine Heerde bis gegen seine frühere Hütte im Thale bei Tholey. Nach einigen Nachrichten, die wir haben, scheint es auch, als ob schon damals an dem Orte, wo heute St. Wendel ist ein Hof war mit Schäferei.
Wer mag sie alle zählen die vielen Stunden, in denen der fromme Hirt auf der Erde kniete, in demüthiger Stellung, mit den Augen zum Himmel emporblickend, während die Schafe friedlich um ihn herum weideten, gleich als ob sie wüßten, welch' guter heiliger Hirt über sie wache, gleich als ob sie empfinden würden, daß sie ihn nicht stören dürften in seinen gottseligen Betrachtungen, in seiner Unterhaltung mit Gott und dem Himmel. Wie die andern Heerden,
die vorher unter der Obhut des Heiligen gestanden, so nahm auch die Schafheerde immer mehr zu und wurde, wie ein altes Büchlein sagt:„ über den natürlichen Brauch fruchtbar." Böse Krankheiten blieben von Wendelins Heerde fern, und die wilden Thiere, die gar oft in so waldigen rauhen Gegenden, wie damals die Gegend bei Tholey war, großen Schaden in den Heerden anrichten, ließen die Heerden des Heiligen verschont. Gottes besonderer Schuß war über ihm. Abgesehen davon, daß sein Herr den Heiligen wegen seiner Tugenden immer mehr achten und schätzen gelernt hatte, mußte er ihn


