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ben, welche die heilige Schrift uns mittheilt, wornach zuerst arme Hirten hineilen durften nach der glücklichen Höhle in Bethlehem, um dort den Heiland der Welt anzubeten. Nannte sich der göttliche Erlöser selbst den guten Hirten, der sein Leben hingibt für seine Schafe; die vorzüglichsten Männer im alten Teſtamente, wie Abel, Abraham, selbst der große König David waren Hirten und dienten Gott bei den Schafheerden. Es ist begreiflich, wenn in Wendelin das Verlangen erwachte auch ein Hirt der Schafe zu werden, um so mehr, da ihm die Unschuld und Ruhe dieser Thiere recht viele Zeit zum Beten und Betrachten ließ, ohne dadurch seine Pflichten als Hirte versäumen zu müssen. Aus diesem Grunde stellte er seinem Herrn die bescheidene Bitte, er möge, wenn es sein Wille wäre, ihm die Hut der Kühe abnehmen und ihm die viel ruhigere Hut der Schafe übergeben. Der Herr, der es schon oft bitter bereut hatte, daß er bei der ersten Begegnung, die er mit Wendelin vor den Thoren von Trier hatte, hart gewesen, wußte jetzt wohl, daß es nicht Bequemlichkeit sei, welche den Heiligen zu dieser Bitte veranlaßte, sondern nur neuer Eifer, Gott mehr dienen zu können und willfahrte gerne dem Wunsche des Heiligen. Von jetzt an war das Glück des bescheidenen, demüthigen Mannes groß. Die Weidepläße erstreckten sich
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