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gel, wo er einst seine Hütte baute, der Delberg wäre und pflegte so in dieser Vorstellung die Todesangst des Heilandes zu betrachten. Doch er verblieb in seiner Stellung als Hirte.
Wie einst Moses durch sein Wort und Gottes Hülfe den verschmachtenden Israeliten eine Quelle aus dem Felsen, so bewirkte auch der heilige Wendelinus, daß ihm das Wasser, das er für seine Heerde benöthigte, in wunderbarer Weise gegeben wurde. An dem Orte nämlich, wo er gewöhnlich seine Schafe weidete, war kein Wasser. Der heilige Hirte, mit lebhaftem Vertrauen auf Gott erfüllt, verrichtete sein Gebet, stellte seinen Hirtenstab in die Erde und es floß durch Gottes Macht eine Quelle hervor; es mochte wohl ein Abfluß sein von jener andern Quelle, die weiter entfernt war, welche der heilige Jüngling schon bei seiner ersten Ankunft im Thale bei Tholey fand. Die Quelle wurde dann zum Brunnen, zur Tränke für die Heerden des Heiligen und besteht noch heute unweit der Stadt St. Wendel, wo man dieselbe unter dem Namen St. Wendels- Brunnen" kennt. Wie wir, die so oft die Fürbitte der Heiligen in allerlei Anliegen anrufen, Alles, was von den Heiligen stammt, mit größter Sorgfalt verehren, so tragen auch die Bewohner jener Gegend eine große Verehrung zum Brunnen des heiligen Wendelin, und vor noch nicht vielen Jahren war jedesmal am
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