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des Aufenthaltes in der Stadt Trier mußte er nothgedrungen seinen Unterhalt durch Betteln sammeln. Auf seinem Wege, wo er die mildthätigen Menschen um ein Almosen anflehte, kam er auch in das Haus des Herrn, dem damals das Schloß Tholey mit der ganzen Umgegend gehörte. Da dieser Herr vielleicht schon manchesmal von leichtsinnigen, arbeitsscheuen und schlechten Menschen um Unterstützung war angegangen worden, so hielt er den heiligen Wendelin, dessen junge kräftige Gestalt ihm auffiel, auch für einen solchen und fuhr denselben deßwegen hart an: ,, weil du jung und stark bist, kannst du dich wohl ernähren; wenn du keinen andern Dienst hast, so hüte mein Vieh und verdiene so dein Brod."
In diesen Worten erkannte Wendelin den Willen oder doch wenigstens die Zulassung Gottes, und so sehen wir nun den schottischen Königssohn, vor dem sich gerne das schottische Volk mit Ehrfurcht geneigt hätte, hinter den Viehheerden einhergehen und zwar als der geringste unter den Hirten; denn nur die Schweinehut wurde ihm übertragen. Gerne unterzog sich der Heilige diesem Dienste, weil er nur um so besser hoffte, seinem Gott dienen und bei seiner Arbeit beten zu können. Weil aber einerseits diese Thiere ungemein unruhig sind und die ganze Aufmerksamkeit des Hirten in Anspruch nehmen,


