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das christliche Volk, gerne an jene Orte hinzugehen, die uns theuer sind durch die Heiligen, an die Stätten, wo die liebe Mutter Gottes immer Gnaden austheilet. Wenn der Königssohn von Schottland es nicht unter seiner Würde hielt, als armer Pilger nach Rom zu gehen, so mögen wir gerne die Entbehrungen ertragen, welche die dem christlichen Volke so lieb gewordenen Wallfahrten mit sich bringen. Die glücklichen Stunden aber, welche der heil. Jüngling im Thale bei Tholey zubrachte, wo jetzt die schöne Wendelinuskirche steht, jene Abgeschiedenheit von der Welt, sie ist allen ein Ruf, welche Gott dazu bestimmt hat, auch in der Einsamkeit Jhm zu dienen, um gleiches Glück zu finden. Für die aber, die in der Welt leben müssen, ist's ein Ruf, nicht an der Welt zu hängen, sondern in der Welt Gott zu dienen, für Gott zu leben.
3. Des Heiligen Reise nach Trier und seine Dienstzeit.
Die Stadt Trier, welche nicht gar ferne von der stillen Einsiedelei des Heiligen ist und schon in den frühesten Zeiten durch herrliche Kirchen und katholisches Leben viel an Rom erinnerte, zog unsern Heiligen an. Dort bei den vielen Heiligthümern, an diesem ehrwürdigen heiligen Orte wollte er wieder neuen Eifer schöpfen. Die frühere römische Festung Tholey gehörte damals einem Edelmann von Trier. Während


