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Wendelinusbuch : ein vollständiges Gebet-, Gesang- und Bruderschaftsbuch / von Adolf Wehrle, Erzbischöfl. Schulinspektor und Pfarrer in Wahlwies. Mit Genehmigung des erzbischöfl. Capitelsvicariates Freiburg
Entstehung
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das christliche Volk, gerne an jene Orte hinzu­gehen, die uns theuer sind durch die Heiligen, an die Stätten, wo die liebe Mutter Gottes immer Gnaden austheilet. Wenn der Königs­sohn von Schottland es nicht unter seiner Würde hielt, als armer Pilger nach Rom zu gehen, so mögen wir gerne die Entbehrungen ertragen, welche die dem christlichen Volke so lieb gewor­denen Wallfahrten mit sich bringen. Die glück­lichen Stunden aber, welche der heil. Jüngling im Thale bei Tholey zubrachte, wo jetzt die schöne Wendelinuskirche steht, jene Abgeschieden­heit von der Welt, sie ist allen ein Ruf, welche Gott dazu bestimmt hat, auch in der Einsamkeit Jhm zu dienen, um gleiches Glück zu finden. Für die aber, die in der Welt leben müssen, ist's ein Ruf, nicht an der Welt zu hängen, sondern in der Welt Gott zu dienen, für Gott zu leben.

3. Des Heiligen Reise nach Trier und seine Dienstzeit.

Die Stadt Trier, welche nicht gar ferne von der stillen Einsiedelei des Heiligen ist und schon in den frühesten Zeiten durch herrliche Kirchen und katholisches Leben viel an Rom erinnerte, zog unsern Heiligen an. Dort bei den vielen Heiligthümern, an diesem ehrwürdigen heiligen Orte wollte er wieder neuen Eifer schöpfen. Die frühere römische Festung Tholey gehörte damals einem Edelmann von Trier. Während