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abscheuliche Sünden der Unzucht mit sich selbst begehen. Sie fündigen und beichten und sündigen wieder ohne alle Besserung und dies jahrelang. Die Beicht ist ihnen ein Freibrief zum Sündigen. Sie fündigen dreist darauf los, weil sie die Sünden wieder beichten können, und sie ihnen, weil Gott barmherzig ist, wieder vergeben werden. So sündigen sie vermessentlich auf Gottes Barmherzigkeit, welches eine Sünde wider den heiligen Geist ist. Wenn solche Sünder sicher wüßten, daß sie, wenn sie die Sünde wieder begingen, zur Strafe zehn Jahre im Zuchthause sizen oder die Hand eine Viertelstunde in's Feuer halten müßten, so würden sie die Sünde wohl meiden. Sie fürchten also das Zuchthaus und den Verlust der Hand mehr, als die Sünde und die ewige Verdammniß. Sie haben also keine Reue, die über Alles groß und zur Vergebung der Sünden nothwendig ist.
Man kann die Todsünde meiden, wenn man nur ernstlich will, wenn man betet, kämpft und die Mittel der Besserung gut gebraucht. Gott, der nicht will den Tod des Sünders, wird es an der nöthigen Gnade nicht fehlen lassen. Viele Gewohnheitssünder haben sich aufrichtig bekehrt und die eingewurzelte Sünde abgelegt. Das kannst auch du.
War die Beicht aber immer ungültig, wenn der Sünder nach derselben zurückfällt? Das nicht. Wenn er auch mit wahrer Reue und Vorsatz gebeichtet, gebetet und gekämpft hat, so kann es


