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Fasten- und Osterbüchlein, das ist: 53 Betrachtungen über das bittere Leiden und Sterben, die Auferstehung und Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Christi für die Fasten- und Osterzeit : nebst Meß- und Abendgebeten Litanei für die Fasten- und Osterzeit [...] / von einem katholischen Pfarrer J. E.
(Herausgeber der Maiandacht)
Entstehung
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doch geschehen, daß er durch die große Macht der alten Gewohnheit und die Arglist des Teufels ein einzelnes Mal zurückfällt. Es folgt daraus nicht, daß die letzte Beicht ungültig war, denn er hat ja gekämpft und sich gebessert, da er die Sünde nicht mehr so oft begangen hat. Gott läßt oft einen solchen Rückfall zu, damit der Sünder seine Schwachheit erkenne, sich ver­demüthige und desto besser vor allen Gefahren der Sünde sich hüte. In diesem Falle soll der Sünder sich vor Gott verdemüthigen, Reue er­wecken und sobald als möglich beichten. Auf diese Weise wird er die Gewohnheitssünde ganz aus­rotten.

Alle die genannten Personen beichten un­gültig, erhalten keine Vergebung der Sünden, wenn sie auch noch so oft absolvirt werden. Die heiligen Sacramente, die Gott in seiner Barm­herzigkeit zur Rettung der Sünder eingesetzt hat, dienen ihnen zum Verderben und zur größeren Verdammniß. Für fromme Seelen sei bemerkt, daß das vom Rückfall Gesagte nur von Tod­sünden und nicht von läßlichen und Schwach­heitssünden gilt. Jedoch muß bei der Beicht läßlicher Sünden wenigstens über eine solche Sünde Reue und Vorsatz in der Seele sein, wenn das Beichtkind der Absolution würdig und fähig sein soll.

Gebet. Auferstandener Herr Jesu, laß doch nicht zu, daß der Teufel und die Eigenliebe mich verblende, welches gewiß geschehen wird, wenn