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Gott ist die reinste Liebe : mein Gebet und meine Betrachtung / vom Hofrath von Echartshausen
Entstehung
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Und die Seele, frey von Sorgen, Zu dem Gott der Schöpfung fleht! Wenn in jener sanften Stunde,

Wo es auf den Bergen tagt. Meine Seele ihre Wunde

Ihm, dem Gott der Liebe, klagt; Wenn sie sich nach Labung sehnet, Und voll reiner Zuversicht Zu ihm, der die Herzen kennet, Vom Gefühl der Liebe spricht. Freude fühlet mein Gemüthe: Alles, was auf Erden lebt, Sieht das Bildniß seiner Güte In der Schöpfung eingewebt. Bei dem Würmchen, das im Staube Sich zu meinen Füssen krümmt, Fühlt mein Herz durch reinen Glaube Sich zu Gotteslieb' gestimmt. In dem Silber der Narzissen, In der Rosen Morgenroth, In den Quellen, die dort fließen, Seh ich lebend meinen Gott. Selbst in meinem ganzen Wesen Fühl' ich seine Gütigkeit: In mir selber kann ich lefen Den Beruf zur Seligkeit. Boll von jener sanften Freude, Strömet hoffnungsvoll mein Blut, A 5

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