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fen, den Unterdrückten beschüßen, den Verwaisten aufnehmen, den Nackenden bekleiden, den Verwundeten heilen, den Irrenden zurecht führen. Ich will sanftmüthig gegen meine Untergebenen seyn, liebreich mit denen umgehen, die die Natur in meine Arme führte, und jeden, der nach deinem Ebenbilde erschaffen ist, als meinen Bruder ansehen, und als ein Kind, das dir lieb ist.
Herr! was ich dir sage, fühle ich in meinem Herzen. Aufrichtig, wie ein Kind, will ich mit dir seyn, der du das Innerste meiner Seele durchforschest. Daher will ich dir in diesen ersten Stunden des Tages auch die ersten Beweise meiner Liebe geben. Deinetwegen verzeihe ich jedem meiner Feinde, und verspreche es dir, Herr! daß ich jedem Gutes thun will, der mir Böses thut; den will ich segnen, der mir fluchet, und den lieben, der mich haffet. Ich nehme mir vor, von meinem Nächsten nie übel zu reden, keine ungleichen Auslegungen von seinen Handlungen zu machen, ihn nicht auszuhöhnen, ihm nie übel zu begegnen, wenn er fehlet. Ich nehme mir vor, ihm kein übles Beispiel zu geben, nie ungerecht gegen ihn zu seyn, ihn nie zu hintergehen oder zu betrügen, sondern immer so gegen ihn zu handeln, wie du mir be= fohlen hasta Ich will ihm nicht neidig seyn, wenn du ihn segnest; nicht geizig, wenn er meiner Unterstüßung bedarf. Kann ich ihm nicht durch Mit= tel helfen, so will ich ihm durch Nath oder An22


