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Gelobt sei Jesus Christus! : vollständiges Gebet- und Andachtsbuch für katholische Christen / hrsg. v. mehreren Geistlichen. Mit Genehmigung d. hochwürd. geistl. Behörden
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viele solche geistliche Tröstungen im Umgange mit ihrem Sohne, allein sie suchte dieselben nicht, sondern sie trank lieber mit ihrem Sohne aus dem Kelche der Leiden

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2) Weil in der That viele Seelen so unordentlich nach solchen geistlichen Tröstungen verlangen, und weil darin auch die Vollkommenheit nicht besteht, so entzieht Got, oft seine Tröstungen seinen treuen Dienern und läßt sie in Geistesdürre und Trockenheit fallen, so daß sie oft glauben, Gott habe sie verlassen, ihr Herz sei härter als ein Stein, sie seien ganz gefühülos, besonders im Gebete. Sollte dir, meine Seele, dies begegnen, so bedenke nur, daß die Voll­kommenheiten nicht in diesen Tröstungen, sondern einzig in der wahren Liebe Gottes oder vielmehr in der gänzlichen Einigung und Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes bei Bitterem, wie bei Süßem, bei Günstigem wie bei Widri­gem besteht. Daher nimm wie Maria, deine Mutter, von der Hand Gottes das Kreuz und die geistige Verlassenheit wie die Tröstung gleichmüthig und freudig an, und danke Gott für das Eine wie für das Andere. Sage zum Herrn: Gepriesen seist du, wenn du mich tröstest, und gelobt seist du, wenn du mich züchtigest, in Allem geschehe dein Wille. Zeige, daß du Gott wahrhaft liebest, denn der liebt Gott wahrhaft, der ihm selbst dann treu anhängt, wenn er von ihm auch ganz verlassen zu sein scheint.

Laßt uns bet en 3 Ave Maria, daß wir durch Maria in der Trocken­heit und Verlaffenheit treu und ergeben ausharren. Nach dem Worte Jesus" wird jedesmal hinzugesetzt:

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Der uns die Gnade geben wolle, in der Trocken­heit und Verlassenheit treu und ergeben auszu­harren.

Gebet. O du Lehrmeisterin der Vollkommenheit, gü­tigste Mutter Maria! hilf mir doch auch hierin den rechten Weg wandeln. Laßt nicht zu, daß ich, vom bösen Geiste getäuscht, nur das verlange, was meiner Eigenliebe schmei­chelt, sondern nur darnach zu thun und an mir geschehen zu lassen, was Gottes heiligster Wille ist.