Anhang.
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mit den tiefsten Schmerzen erfüllt, muthig ihre Einwilligung; denn der Wille Gottes ging ihr über Alles. Befleißige denn auch du dich immer dieser himmlischen Tugend, die dir, übest du sie, den süßesten Frieden, eine Art Seligfeit schon auf Erden verschafft.
2) Damit du dich aber in dieser Tugend tief begründest, so präge dir diese zwei Hauptlehren ein: Erstens, daß in dieser Uebereinstimmung deines Willens mit dem göttlichen Willen die Vollkommenheit bestehe; zweitens, daß in der Welt durchaus nichts vorfallen oder sich ereignen kann, außer durch und nach Gottes Willen, Anordnung oder Zulassung. Was die erste Grundlehre betrifft, so bedenke, daß der höchste, reinste und erhabenste Theil der Liebe Gottes das Beste und Kräftigste davon ist, wenn man in allen Stücken dasselbe will und nicht will, was Gott will und nicht will. Es gibt gewiß nichts Besseres und Vollkommeneres, als den Willen Gottes; darum ist auch der Mensch um so vollkommener, jemehr er sich mit dem göttlichen Willen vereinigt und gleichförmig macht. Das that Maria, und darum hat sie auch die höchste Stufe der Vollkommenheit erreicht. Was die zweite Grundlehre betrifft, so bedenke, daß Gott, der Herr des ganzen Weltalls, auch die ganze Welt und jedes, auch das geringste Geschöpf, regiert und hält, ja die Haare deines Hauptes hat er gezählt. Darum sagt der Prophet: Gutes und Böses( die Sünde ausgenommen), Leben und Tod, Armuth und Reichthum ist von Gott.( Eccl. 11, 14.) Hast du dir dieses nun recht lebhaft in's Herz geprägt, so gibt es für dich keinen Zufall mehr; und du wirst nicht unruhig, kleinmüthig, verzagt werden, wenn dir Uebels widerfährt, sondern dich wie ein Kind im Mutterschooße, in den allerheiligsten und anbetungswürdigsten Willen Gottes ergeben, der Alles zu deinem Besten anordnet. O, so beeifere dich denn nach dem Beispiele Jesu, Maria und Joseph, die Gleichförmigfeit mit dem göttlichen Willen dir anzueignen. Sage oft, besonders in Versuchungen, Alengsten und Nöthen: Herr, dein Wille geschehe, und sei ruhig; denke, der Herr ist mein Helfer, ich wanke nicht. Glaube sicherlich, daß der, welcher seinen Willen gänzlich Gott hingegeben hat, nicht verloren gehen kann.
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