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Um 15. und 16. Sonntage nach Trinitatis.
3auberei, Feindschaft, Hader, Neid,| nach dem Reich Gottes, und nach seiner 3orn, 3ank, 3wietracht, Rotten, Haß, Gerechtigkeit, so wird euch solches alles Mord, Saufen, Fressen und dergleis zufallen. Darum sorget nicht für den chen, von welchen ich euch habe zuvor andern Morgen, denn der morgende gesagt, und sage noch zuvor, daß, die Tag wird für das Seine sorgen. Es folches thun, werden das Reich Gottes ist genug, daß ein jeglicher Zag seine nicht ererben. Die Frucht aber des eigene Piage habe. Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Ge= duld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube,
Sanftmuh, Keuſchheit. Wider solche ist auch im Geifte wandeln. Laßt uns
Epistel, Gal. 5, 25 u. 6, 1: 10. o wir leben, so laßt uns
das Gesetz nicht. Welche aber Christum angehören, die kreuzigen ihr Fleisch, sammt den Lüften und Begierden.
nicht eitler Ehre geizig seyn unter einander( uns) zu entrüsten und zu haffen. Lieben Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanft: müthigem Geist, die ihr geistlich seyd. und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesek Christi erfüllen. So aber sich Jemand läßt dúnken, es sen etwas, so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein Jeglicher aber prüfe sein selbst Werk, und alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein Jeglicher wird ſeine eigene Last tragen. Der aber unter: richtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unter: richtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sået, das wird er erndten. Wer auf sein Fleisch sået, der wird von dem Fleisch das Verderben erndten. Wer aber auf den Geist sået, der wird von dem Geist das ewige Leben erndten. Laßt uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch erndten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so laffet uns Gutes thun an Jedermann, aller meist aber an des Glaubens Genoffen.
Um 15. Sonntage nach Trinitatis.
Evangelium, Matth. 6, 24:34. nier iemand kann zweien Herren dienen, entweder er wird einen haffen, und den anderen lieben, oder wird einem anhangen, und den andern ver: achten. Ihr könnet nicht Gott dienen, und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an; sie såen nicht, sie erndten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seyd ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusehen möge, ob er gleich darum forget? Und warum forget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; fie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben Eins, So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? Oihr Kleingläubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden
essen? Was werden wir Womit werden wir uns kleiden? Nach folchem allen trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten
Um 16. Sonntage nach Trinitatis.
Evangelium, Luc. 7, 11-17. daß und es begab sich darnach, bas
Jesus Stadt mit Namen Nain ging, und seiner Jünger gingen viel mit ihm, und vieles Bolk. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da trug man einen Todten heraus


