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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
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Um 7. und 8. Sonntage nach Trinitatis.

der ist des Raths schuldig. Wer aber faget: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf den Altar opferst, und wirst allda eingedenk, daß dein Bruder etwas wider dich habe: So laß allda vor dem Altar deine Babe, und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sey willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst über antworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und wer: dest in den Kerker geworfen. Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den legten Heller bezahlest.

Epistel, Rom. 6, 3:11. Wiſet ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? so sind wir nun mit ihm begraben durch die Taufe

Epistel, Róm. 6. 19:23.

in den Tod, auf daß, gleichwie Christus

ist auferweckt von den Todten, durch ch muß menſchlich davon reden, um

die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzt wer­den zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich seyn. Die weil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer ge= storben ist, der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Todten erweck. t, hin­fort nicht stirbet, der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn, daß er gestorben ist, das ist er der Sünde gestor ben, zu einem mal, daß er aber lebet, das lebeter Gott. Also auch ihr, haltet

der willen eures Fli sches. Gleichwie ihr eure Glieder bege: ben habt zum Dienst der Unreinigkeit, und von einer Ungerechtigkeit zu der andern: also begebet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte war.t, da waret ihr frei von der Berechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? welcher ihr euch jetzt schámet; denn das Ende derselben ist der Tod. Nun ihr aber fend von der Sünde frei, und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht daß ihr heilig werdet; das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünden Sold, aber die Babe Gottes ist das ewige Leben, in Chrifto Jesu unserm Herrn.

euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben Am 8. Sonntage nach Trinitat. Evangelium, Matth. 7, 15:23.

send, und lebet( ott in Christo Jesu,

unserm Herrn.

Um 7. Sonntage nach Trinitat. Sebet euch vor, vor den falschen

Propheten, die in Schaafskleidern zu euch kommen; inwendig aber sind fie reißende Wölfe. Un ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch

Evangelium. Marc. 8. 1.9.

der Zeit, da vieles Volk da war, und hatte nichts zu essen, rief Jesus

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seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharrt und ba­ben nichts zu essen Und wenn ich sie ungegessen von mir h- im ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten, denn Etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wüsten, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie, wie viel habt ihr Brode? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot d m Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brode, und dankte, und brach sie, und gab sie seinen Jüngern, daß sie diefelben vorlegten; und sie leg­ten dem Volk vor. Und hatten ein we= nig Fischlein; und er dankte und hieß dieselben auch vortragen. Sie aßen aber und wurden satt, und hoben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich.