26
Um 5. und 6. Sonntage nach Trinitatis.
Oder, wie kannst du sagen zu deinem| ziehen. Und sie kamen und fülleten beide Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, ziehezuvor den Balken aus deinem Auge, und be fiche dann, daß du den Splitter aus dei nes Bruders Auge ziehest.
Schiffe voll, also daß sie sunken. Da das Simon Petrus sahe, siel er Jesu zu den Knieen, und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken angekommen, und alle, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie mit: einander getban hatten, desselbigen gleichen auch Jakobum und Johannem,
Epistel, Róm. 8, 18:23.
enn ich halte es dafür, daß dieser
werth sey, die an uns soll offenbaret werden. Denn das ängstliche Farren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern um deßwillen, der sie
unterworfen hat auf Hoffnung. Denn
auch die werden von dem Dienst des vergånglichen Wesens, zu der herrlichen Freiheit der Kinder ( Sottes. Denn wir wissen, daß alle Krea: tur schnet sich mit uns, und ångstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung.
Um 5. Sonntage nach Trinitat.
Evangelium, Luc. 5, 1:11. S8 8 begab sich aber, da sich das Volk zu Jesu drang, zu hören das Wort Gottes, und er stand am See Genezareth und sahe zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Nege. Da trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte aufgehört zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werfet eure Nege aus, daß ihr einen
Und und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefan: gen, aber auf dein Wort will ich das Neg auswerfen. Und da sie das thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Neg zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im anderen Schiffe waren, daß sie kámen, und hülfen ihnen
und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie führten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgeten ihm nach.
Epistel, 1 Petr. 3, 8:15. Endlich aber ſeyd alleſammt gleich
barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen send, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine 3unge, daß sie nichts Bó fes rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich rom Bösen, und thue Gutes: er suche Friede und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Berechten, und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn sieht auf die, die da Boses thun. Und wer ist, der euch schaden könnte, ſo ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so send ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Troßen nicht, und erschrecket nicht. Heiliget aber Bott den Herrn in eurem Herzen.
Um 6. Sonntage nach Trinitat.
Evangelium, Matth. 5, 20:26.
ſey denn eure Gerechtigkeit beſſer, denn der und
Phárisáer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt geho: ret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tödten; wer aber tödtet, der soll des Gerichts schuldig seyn. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zur net, der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder saget: Racha:


