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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
Entstehung
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5. Von der Vorsehung Gottes.

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5. Ich bin verderbt und fehlervoll:| und leid. Schick' alles, herr, zu Bin auf dem tugendwege Nicht stets so deiner ehre Und meiner seelen seligkeit. eifrig, wie ich soll! Bin oft zum guten So preif' ich einst vollkommen dich; träge. Doch du bist gnädig; und vell So freu' ich dein auf ewig mich. huld Vergiebst du reuenden die schuld; Drum hoff' ich auch vergebung.

6. Ich hoffe, weil mich der vertritt,

Den du für mich gegeben. Mein jesus, welcher für mich litt, Erwarb mir recht zum leben. Sein tod macht mich vom zweifel frei, Ob ich der gnade fähig sey: Auch mich hat er versöhnet.

7. Herr! ewig will ich deinen ruhm Mit lob und dank erheben. Dir will ich, als dein eigenthum, Mich ganz zum dienst ergeben. Mit lust will ich, bis in den tod, Nach deinem heiligen gebot, Durch deinen beistand wandeln.

Mel. Wer nur den lieben gott zc.

3. Auch mir gabst du, mein gott und heil, Noch täglich mein bescheiden

42. Fürwahr, bu bist,& gott, theil; Sabft mirs mit huld und freund­

für uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre sorgen; Du sorgtest, eh' die welt noch war, Für unser wohl schon väter­lich: Dies sey genug zum trost für mich.

2. Dein weg ist zwar in finsternissen Vor unsern augen oft versteckt; Doch, wenn wir erst den ausgang wissen, Wird uns die ursach auch entdeckt. Warum dein ratb, der niemals fehlt, Den uns so dunkeln weg gewählt.

Mel. Vater unser im himmelreich zc.

43. Gott, deine weise macht

erhält Die ganze leben­volle welt, Und aller augen freuen sich, Und warten hoffnungsvoll auf dich. Auf dich, der du sie alle liebst, Und allen ihre speise giebst.

2. Du öffnest deine hand, so fließt Herab, was jedem nöthig ist; Mit woblgefallen sättigt sie Dein aufsehn und versäumt sie nie. Nie sind geschöpfe deiner hand Dir unwerth oder unbe­kannt.

3. Nie sind die tiefen zu ergründen Von deiner weisheit, macht und güt': Du kannst viel tausend wege finden, Wo die vernunft nicht einen sieht. Aus finsterniß bringst du das licht; Du sprichst, o Gott, und es geschicht.

4. So weicht denn, ängstliche ge­danken; Gott kann weit mehr, als ihr versteht. Bleib', seele! in der demuth schranken; Die demuth wird von gott erböht. Ja, herr, du liebst den, der dich liebt, Und deiner füh­rung sich ergiebt.

5. Drum will ich mich dir überlassen, Mit allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf dich, den gott der liebe, hin; Der aus­gang zeigt doch immerdar, Daß stets dein rath voll güte war.

zeit. Kein vater sorgt so väterlich Für seinen sohn, als du für mich.

4. Ich bins gewiß, du kannst mich nicht Verlassen, meine zuversicht!

bins gewiß, du thust mir wohl, So lang' ich hier noch leben soll. Nicht überfluß bitt' ich von dir; Was ich bedarf, das giebst du mir.

5. Der vogel bauet nicht das land, Doch nährst du ihn mit milder hand. Du schmückst die blume königlich; Doch bat sie nicht verstand, wie ich. Vergiß es, meine seele, nie; Weit mehr bin ich vor gott, als sie.

6. Mich schufst du nicht für diese zeit; Mein ziel ist in der ewigkeit. Du gabst mir weisheit und verstand, Und machtest selbst dich mir bekannt; Nichts, was die erde zeugt und nährt, Gleicht mir an hoheit und an werth.

7. Von dir, der das an mir ge­than, Werd' ich auch speis und trank empfahn. Selbst dem, der dich mit sünden schmäht, Giebst du sie ohne sein gebet; Wie solltest du bei fleiß und flehn Mich nicht genug damit versehn?

8. Laß du mich nur genügsam seyn, Und deiner gaben mich erfreun, 6. Gieb, daß dies mein vertrauen Doch mehr noch deiner, der du dich, mehre Im glück und unglück, freud So freundlich zeigest gegen mich,