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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
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otte Erste Abtheilung.

Und selbst des segens quelle bist,| Die wunder deiner hand. Mein herz Aus welcher alle wohlthat fließt!

ist frob! ich finge: Herr, meine lust bist du! Dir, dem ich lieder bringe, Dir jauchz' ich, höchster, zu.

2. Du bist auf deinem throne Der richter aller welt, Der jeglichem zum lohne Das rechte urtheil fällt. Wenn dich die fünder schmähen, Dann strafft du ihren spott; Du sprichst, und sie vergehen Vor deinem hauch, o gott!

3. Du, herr, hast zum gerichte Dir deinen thron erhöht. Vor deinem ange­sichte Bleibt nicht, wer widersteht. Ihr kühnen fünder zittert: Bereut noch euren spott! Sein thron wird nie er­schüttert; Der herr bleibt ewig gott.

9. Bet deiner gaben überfluß Er­halt mich mäßig im genuß; Bewahr' mich in der dürftigkeit Vor schmach und unzufriedenheit. Du nährst mich immer; preis und dank Bring' ich dir, gott, mein lebenlang.

Mel. Von gott will ich nicht ic. ott, der an allen enden

44.

Unzählig gutes thut, Du bist's, in dessen Händen Mein ganzes schicksal rüht; Der für die übungszeit Mir jeden meiner tage, Mein glück und meine plage Be­stimmt von ewigkeit.

2. Da ich noch ganz verborgen Im mutterleibe lag, Da wachte schon dein sorgen; Ach! vater, wie vermag Mein dürftiger verstand Das gute zu erheben, Daß du in meinem leben Mir huldreich zugewandt!

3. Du bist schon treu im lieben, Noch eh' wir sind, und hast Nie lust uns zu betrüben; Und, drückt wns müh' und last, So bleibst du mit­leidsvoll; Hilfft liebreich deinen fin­bern Sie tragen und vermindern; Beförderst stets ihr wohl.

4. Stets hat in meinem leben Mir dieses trostes licht Von neuem kraft gegeben, Und frohe zuversicht. Wenn ich bekümmert war: So seufz't ich und war stille, Und dein stets guter wille Entriß mich der gefahr.

5. Dein name sey gepriesen, Der jederzeit an mir So herrlich sich er­wiesen. Mein Herz und mund soll dir, Du retter aus gefahr! Ein schuldig opfer bringen, Von deiner güte singen Segund und immerdar.

6. Du hast mir woblgerathen, Und lauter guts gethan; Daß deiner

liebe thaten Ich nicht g'nug rühmen kann. Hilf, vater, daß ich dort Verklärt und ganz vollkommen, Mit allen dei­nen frommen, Dir danke immerfort.

4. Du, herr, regierst und liebest, Was ungerecht ist, nicht. Du wägst die welt und übest Partheilos dein gericht. Die waage sinkt und steiget, Wie dein gesetz gebeut; Und jedes land bezeuget, Gott, deine heiligkeit.

Mel. Befiehl du deine wege: c.

45. Gott, meine ganze seele kannt. Dir dank' ich und erzähle

5. Du bist ein fels der armen, Ein fels in jeder noth. Sie trau'n auf dein erbarmen, Wenn ihnen unfall droht. Die thränen, die sie weinen, Sind dir bekannt und werth. Du, gott, versäumest keinen, Der deinen schuß begehrt.

6. Ihr finder gottes preiſet, Ver­kündigt in der welt, Wie groß sich gott beweiset, Der, was er zusagt, hält. Er denkt daran, und fraget Nach des gerechten blut, Er hört ihn, wann er klaget, Und stillt der wetter wuth.

7. Herr, sey mir gnädig: schaue Voll huld auf meine noth! Du bist's, dem ich vertraue: Du hilfft auch selbst vom tod. Nach überwundnen leiden Geb' ich ins heiligthum; Und über dich, voll freuden, Erheb' ich deinen ruhm.

Mel. Mein gott, das herz: c.

46. h finge meiner ſeelen erfreut; Ich sing' aus dankerfüllter brust Bon deiner gütigkeit.

2. Was ist der mensch, der staub, vor dir, Daß seiner du gedenkst? Herr aller welt, was haben wir,

Wenn du es uns nicht schenkst? Macht deinen ruhm be­

3. Wer hat den himmel ausge= spannt, Der unser aug' entzückt?

Unlv,-Bibl. Giessen