1. Von
mich, daß ich mich nicht mit bangen sorgen quäle. Gieb, daß ich dir mit zuversicht Mein wohl und web befehle, Und findlich auf dich traue.
8. Gott, du bist heilig und gerecht, Und kannst nichts böses leiden; Wer sagen will, er sey dein knecht, Muß jede sünde meiden: Gieb, daß ich mich der heiligkeit mit rechtem ernst befleiße, Nachjagederrechtschaffenheit, Und deine wege preise, So wunderbar sie scheinen.
9. Du bist sehr gnädig, gott, und gut. Bergiebst die schuld dem sünder; Erbarmst dich, wie ein vater thut, Von herzen deiner kinder: Laß reichen trost, von deiner buld, In meine seele fließen; Und laß mich nach bereuter schuld Auch wieder rub genießen, Und dann vorsichtig handeln.
10. Gott, dessen wahrheit stets besteht: Wohl denen, die dir gläuben! Wann erd und himmel einst vergeht, Wird dein wort ewig bleiben: Gieb, daß ich fürchte dein gericht, Und alles, was du dräuest; Auch hoffe, was dein wort verspricht, Daß du mirs gern verleihest: Wer hofft, wird nicht zu schanden.
11. Gott, wenn ich dich so kenn' und ehr', Dein wort zum grunde setze: Erfreu' ich mich darüber mehr, als über alle schäße: Bis ich dort dich, mein heil und licht! Vollkommener erkenne, Von angesicht zu angesicht Dich schaue, dich erkenne, Und unaufhörlich lobe. Mel. Herzliebster jesu, was haft 2c. oder: Eigene Melodie.
st auch ein gott? wer darf
Gott.
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laufbahn eilet, Und wie durch beide tag und nacht der erde Regieret werde.
5. Was machts, daß diese ordnung stets vorhanden, Und unverrückt jahrtausende bestanden? Kannst du der gottheit daseyn, kraft und wesen Nicht darin lesen?
6. Sieb, mensch, du edler unter kreaturen! Sieh an dir selbst der gottheit klare spuren! Kannst du mit wahrheit dich verständig nennen, Und gott mißkennen?
7. O sünder! frag das nagende gewissen: Ist denn ein gott? o fühl doch in den bissen, Die du empfindest, fühl bei böser sache Den Herrn der rache.
8. Doch nicht genug: es ist ein gott, zu sagen. Oft leugnets doch der mensch durch sein betragen, Wenn er, als wär kein gott, in sünden wandelt, Und gottlos handelt.
9. Du sagst: gott ist und kennt mein ganzes leben. Bist du ihm denn auch recht zum dienst ergeben? Ist dank und gegenliebe im gemüthe Für seine güte?
10. Im wohlstand trozig, zagbaft in beschwerden, Vergötterst du oft dinge dieser erden, Machst gold zum trost, hältst fleisch für deinen retter; Elende götter!
11. O hilf uns, gott, doch deinen heil'gen willen Mit redlichkeit und herzenslust erfüllen; Sonst werden wir, beim ruhm des glaubens lügen, Uns selbst betrügen.
12. Laß uns dein wort den weg der wahrheit lehren, Uns zeigen, wie wir dich stets recht verehren, Bis du
5.
man nicht laute stimmen, die es sagen? Es zeigen schrift, vernunft und freaturen, Der gottheit spuren!
Mel. Wach auf, mein herz 2c.
2. Sich um dich ber, sieb himmel, 6. gott, aus deinen werken
länder, meere; Sieb der geschöpfe unzählbare heere! Schließ von dem bau und vom verstand der geister, Auf ihren meister.
Kann ich dein daseyn merken; In allen kreaturen Find ich der gottheit spuren.
3. O! sieb hinauf zu den gestirnten höhen, Wo welten sich in ihren kreisen drehen, Und von der bahn, ihr jahrsziel zu erreichen, Kein haarbreit weichen.
2. Das große weltgebäude, Dein ruhm und meine freude, Ruft in viel tausend chören: Gott ist, gott mußt du ehren!
4. Sie, wie die sonne jahr und tage theilet, Wie auch der mond durch seine
3. Wer sprach es, daß die erde, Und daß der himmel werde? Wer sprach es, daß im meere Des wassers sammlung wäre?
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Bei dir zu leben.


