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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
Entstehung
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Erste Abtheilung.

8

8. Dir nur gebühret lob und dank,

Anbetung, preis und ebre. Kommt, 4. Greit, Vor deinen thron

Mel. Christ, unser Herr, zum 2c. Rott, mache du

werdet gottes lobgesang, Ihr alle, seine

heere! Der herr ist gott, und keiner zu treten, Und deine große herrlich­mehr! Wer ist ihm gleich? wer ist, keit Voll ehrfurcht anzubeten: Laß, wie er, So herrlich, so vollkommen. herr, vor deinem angesicht Mein Herz sich deiner freuen, Und einen strahl Mel. Dreieinigkeit, der Gottheit 2c. von deinem licht Die finsterniß zer­oder: Eigene Melodie. streuen, Die mich hier noch umgiebet.

3. Erbabner gott, was reicht an deine größe; Denk ich an dich, so findt sich meine blöße; Ich fühle, herr, daß du unendlich bist, Und daß umschränkt mein forschend denken ist.

2. Du bist der herr und keiner mehr; Nichts sind der heiden götter. Nur dir gebühret preis und ehr; Kein belfer noch erretter Ist außer dir: laß mich allein Auf dich, o herr, vertrauen, Mein ganzes leben dir nur weihn, Mein glück blos auf dich bauen, Und dich niemals verleugnen.

2. Du wohnst im licht, dazu kein mensch kann kommen: Was ists, das wir von deinem ruhm vernommen? Ach nur ein theil von deiner majestät, Die über alles dich, o Gott, erhöht.

3. Du bist der höchstvollkommne geist, Der vater aller geister; Dich preiset, was vernünftig heißt, Als seinen berrn und meister: Laß meiner seele hohen werth Mich diese tugend lehren, Daß ich, wie es dein wort begehrt, Dich möge kindlich ehren, Im geist und in der Wahrheit.

4. Du bist, o gott, von ewigkeit, Und wirst allzeit bestehen; Es bleibet deine herrlichkeit, Wann himmel selbst vergehen. Laß von der erde eitlem tand Mein Herz sich stets erheben zu meinem wahren vaterland, Und mich nach dem recht streben, Was ewig mich erfreuet.

3. Dein ew'ges sein, dein ganz voll­kommnes wesen; Das, was du wirkst, und was dein rath erlesen, Ist viel zu hoch für menschlichen verstand; Von engeln selbst wirst du nie ganz erkannt.

4. Wie sollt ich denn, ich staub, mich unterwinden Unendlicher, dich völlig zu ergründen; O mache mich von solchem dünkel frei, Daß mir dein wort des glaubens richtschnur sey.

5. Mein eigner geist kann sich leicht hintergehen; Dein wort ist wahr, es bleibet ewig stehen. Erforsch ich gleich dein göttlich wesen nicht: So gnüge mir davon dein unterricht.

6. Von dir, durch dich, zu dir sind alle dinge: Gieb, daß ich dir mich selbst zum opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die welt regierst: So sei mirs gnug, daß du mich selig führst.

7. Einst wirst du dich mir näher offen­baren; Einst werd ich mehr von deinem rath erfahren: Wenn ich nur dem, was mich dein wort gelehrt, Geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt.

8. Drum hilf, daß ich mit ehrfurcht vor dir wandle; In allem thun nach deinem willen handle; Zufrieden sey wie du mich hier regierst, Bis du mich einst zu deinem Himmel führst.

9. Dann werd' ich dich im hellern Lichte sehen, Und, froh in dir, dein ewig lob erhöhen: Herr! du bist groß und zeigst es mit der that, Unendlich groß an huld, an macht und rath.

5. O gott, was seyn wird, ist und war, Und was wir thun und dichten, Das ist dir alles offenbar; Du wirst einst alles richten. Laß mich dein helles auge scheun, Aufrichtig vor dir wan­deln, Und, deines beifalls mich zu freun, Auch dann rechtschaffen han­deln, Wann finsterniß mich decket.

6. Unendlich ist, herr, deine macht Zu retten, die dich lieben, Und wenn der frevler dich verlacht, Auch straf­recht auszuüben: Gieb, daß mich dei­ner allmachtschuß Stets, als ein schild bedecke; Mich auch nicht menschen­grimm und truß, Nur dein gericht erschrecke: Du strafest leib und seele.

7. Voll höchster weisheit bist du, gott! Kein mensch kann sie ergründen. Ümringt uns allenthalben noth, Du, berr, weißt rath zu finden; Bewahre