IV
Freundlichkeit, der alles tragenden und duldenden Langmuth? Warum wandeln wir nicht stets an Seiner Hand, und blicken empor mit kindlich kühner Zuversicht in Sein mildes, ewiges Leben verheißendes Auge?... Ich glaube dieses Fremdethun wird bei Manchen dadurch erzeugt, daß sie das Gebet, den Umgang, die Sprache, die Unterhaltung mit Gott, als schwer sich vorstellen; als eine hohe Kunst. Aber wie sollten wir denn verlegen sein, mit unserm Gott, mit Jesus, und dem heiligen Geiste zu reden? Ist denn nicht der Herr unser Vater? Beim Vater bedarf es nicht, daß wir uns anmelden, herauspußen, Umstände machen; oder mit weitläufigem Berichte und fünftlichem Redeschmuck vor Ihm erscheinen. Sind wir denn verlegen mit dem allvertrautesten Freunde? Ist das Kind verlegen auf der Mutter Schooße? Wem


