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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
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2. Von den Eigenschaften Gottes.

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den stervend ich für sie Zur sichern| deinem beil, Gott, deinen wahren freun­zuflucht wähle. Denn deine gnad und den theil: Auch mir gewiß mit ihnen! wahrheit ist So ewig als du selber bist: Heil mir, daß ich dir traue!

7. Mein leib ist sterblich, nicht mein geist, Den will ich dir vertrauen: Dein wort, das wahrheit ist, verheißt, Er soll dein antlig schauen. Mein fleisch ruht auch nur kurze zeit: Am erntetag der ewigkeit Wirst du uns auferwecken.

9. Einst fallen erd und himmel hin An deinem weltgerichte: Dann dank ichs dir, daß ich noch bin, Und wohn in deinem lichte. Dann werd ich ewig, ewig seyn, Mich ewig deiner gnade freun, Und meiner seligkeiten.

8. Wenn alles um mich her vergeht, Soll ich doch nicht vergehen; Vor dei­nem thron, der ewig steht, Soll ich auch ewig stehen. Du giebst an allem

b. Allwissenheit Gottes.

10. Der seligen unsterblichkeit, Die du mir dort willst schenken, Laß mich in dieser kurzen zeit, O gott, mit ernst be­denken! Sie sey mein trost, mein Höch­stes gut, Sie stärke mich mit kraft und muth; Gerecht vor dir zu leben!

14. A

Mel. Christ, unser herr, zum jordan 2c. Ulwissender vollkommner geist! Deß auge alles sie­het, Was nacht und abgrund in sich schleußt, Und dem sich nichts entziehet: Es kann vor deinem hellen licht Sich kein geschöpf verstecken. Was in der finsterniß geschicht, Das weißt du auf­zudecken, Und vor gericht zu bringen.

2. Selbst die gedanken kennest du, Eh' sie in mir entstehen, Und was ich wünsche, rede, thu, Das kann dein auge sehen, Vor dir ist alles offenbar! Du prü­fest herz und nieren, Und alle gründe

Mel. D gott, du frommer gott.

ſiebst du klar, Die unfer thun regieren; 15. Herr, du erforſcheſt mich,

Nichts bleibt vor dir

Dir bin unverborgen;

Du kennst mein ganzes thun Und alle meine sorgen; Was meine seele denkt, War dir bereits bekannt, Eh der ge­danke noch In meiner seel' entstand.

3. Was deiner freunde herz begehrt, Das weißt du, eh' sie beten, Ihr seuf­zen wird von dir erhört, Eh sie noch vor dich treten. Was deiner feinde rath beschließt, Das ist dir unverborgen; Dir, der du ihren anschlag siehst, Als wie den lichten morgen, Den keine schatten decken.

4. Was nach verfließung vieler zeit, Noch künftig wird geschehen, Das sieht dein auge allbereit Als gegenwär­tig stehen. Dir stellt sich alles deutlich dar, Das, was erst noch soll werden, Und was nun ist, und was einst war Im himmel und auf erden. Wer sollte dich nicht fürchten.

5. Bleibt gleich vor menschen man­ches noch In dieser welt verschwiegen: So wird dein auge künftig doch Die finsterniß besiegen. Dein unpartheiisches

gericht Wird alles einst entdecken, Was im verborgnen jetzt geschicht, Und schande, furcht und schrecken Wird dann die heuchler treffen.

6. Laß mich, o böchste majestät! Dein helles auge scheuen. Das nie ein heuchler hintergeht Mit falschen schmei­cheleien. Durchdringe kräftig feel und geist Mit deinen heitern blicken. Laß, was geheime schande heißt, Sammt allen bösen tücken, Mich stets sorgfäl­tig meiden.

2. Nie spricht mein mund ein wort, Das du, o herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu; Du ordnest, du beschließest, Was mir begegnen soll. Erstaunt seh ich auf dich; Wie groß ist dein verstand! Wie wunderbar für mich!

3. Wohin, wohin soll ich Vor det­nem geiste fliehen? Wo könnt' ich je­mals wohl Mich deinem aug entziehen? Führ' ich gen himmel auf; So bist du, böchster, da; Führ' ich zur tief hinab, Auch bier bist du mir nah.

4. Nähm' ich auch, schnell zu fliehn, Die fittige vom morgen; Selbst an dem fernsten meer Blieb ich dir nicht verborgen: Auch da umschlösse mich