Erste Abtheilung.
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Doch deine allmachtshand; Denn du bist überall, Und dein ist jedes land.
5. Wollt ich in finsterniß Mich det nem aug' entziehen, So sucht ich doch umsonst, Auch da dir zu entfliehen: Die dickste finsterniß Ist vor dir helles licht; Die nacht glänzt, wie der tag, Vor deinem angesicht.
6. Du warst schon über mir In meiner mutter leibe; Du bildetest mein herz, Gott, daß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du Mich wunderbar gemacht, Und meiner, eh ich war, Schon väterlich gedacht.
7. Du kanntest mein gebein, Eh ich ans licht gekommen, da ich im
Mel. Wer nur den lieben gott 2c. oder: Eigene Melodie.
c. Weisheit
16. Dinge, der alles weiß, u weiser schöpfer aller
erkennt, versteht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, Das nicht nach deiner ordnung geht! Sie ists, die deine große welt In ihrer daur und pracht erhält.
dunkeln erst Die bildung angenommen, Dein auge sah mich schon, Eh' ich bereitet war, Und meiner tage lauf War dir schon offenbar.
8. Was für erkenntnisse, Für köftliche gedanken! Unzählbar sind sie mir; Denn sie sind ohne schranken. Mit ehrfurcht will ich stets Auf dich, mein schöpfer, sehn, Dir folgen und dein lob, So gut ich kann, erhöhn.
4. Was du zu thun dir vorgenommen, Krönt auch, so bald du willst, die that: Wenn tausend hindernisse kommen, So triumphirt dein hoher rath. Den besten zweck wählt dein verstand: Die mittel stehn in deiner Hand.
9. Erforsche mich, mein gott, Und prüfe, wie ichs meine; Ob ich der wirklich bin, Der ich zu seyn mir scheine. Sieh, ob mein fuß vielleicht Sich einem irrweg naht, Und halte mich zurück Auf ebnem sichern pfad.
Gottes.
lebens ganzem lauf. Ich weiß den weg zur wohlfahrt nicht: Drum leite mich dein sichres licht.
5. Die menge so verschiedner willen, Wo jeder seinen weg erwählt, Muß doch den deinen blos erfüllen, Der seines zieles nie verfehlt, Und aller feinde stolzen wahn, Als unvernunft beschämen kann.
6. O weisheit! decke meiner seele Des eigendünkels thorheit auf, Damit sie dich zum führer wähle In dieses
2. Die vielen wundervollen werke, Was unsern augen fern und nah, Steht alles, wie durch deine stärke,
Mel. Gott des himmels und der 2c.
So auch durch deine weisheit da. 17 Unerforschlich sey mir im
gottes weg
Unendlich, herr, ist dein verstand; Der ganze weltbau machts bekannt.
3. Mit eben diesen meisterhänden, Mit welchen du die welt gemacht, Regierst du auch an allen enden, Was du höchst frei hervorgebracht; Du brauchst, o unerschaffnes licht! Der menschen rath und beistand nicht.
7. Du hast mich durch mein ganzes leben Bisher aufs weiseste geführt. Ja, dir muß ich die ehre geben, Daß du aufs beste mich regiert: O leite mich durch welt und zeit Hinüber in die ewigkeit.
und rath, Und die nacht sey ohne schimmer, Die mich hier umschattet bat; Doch ist alles, was er thut, Wie's auch scheine, weis' und gut.
2. Sollt ich das von gott nur loben, Wo ich rath und weisheit seh? Ists nicht ein Geschenk von oben, Wenn ich seinen weg versteh? Frevelt der nicht, welcher klagt, Daß ihm gott mehr licht versagt?
3. Soll ein vater unterlassen, Was dem tinde thorheit ist? Kühner tadler! engel fassen Das, wo du im dunkeln bist: Hier sollst du dem herrn vertraun; Und nur glauben, noch nicht schaun.
4. Sollt er zu regiererinnen Seiner werke, seiner welt, Meine lüste setzen? sinnen, Ordnen, thun, was mir ge fällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, Was ein thöricht herz begehrt!


