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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
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Erste Abtheilung.

2) Von den Eigenschaften Gottes.

a. Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes.

Mel. Liebster jesu, wir sind hier.

11. Gott, du bist von ewigkeit! Mehrt und mindert keine zeit: Gieb, daß ich nie das vergesse, Nie auf krea­turen baue, Sondern dir allein vertraue.

2. Ewig und unwandelbar Ist dein grenzenloses wissen. Was dir einmal wahrheit war. Wirds auch ewig bleiben müssen. Nie kanns deiner weisheit feh­len, Nur das beste zu erwählen.

3. Du bist nicht, wie menschen sind, Daß dich etwas reuen sollte! Bleibest immer gleich gesinnt, Und was je dein rathschluß wollte, Weiß dein mächtiges regieren Herrlich auch hinauszuführen. 4. Sünden bist du ewig feind! Wehe

denen, die sie lieben! Ewig bleibst du 13 1neließt mit ihren schran­

derer freund, Die, was recht und gut ist, üben. Lehre mich in allen dingen Deinen willen treu vollbringen.

5. Immer ist dirs eine lust, men schenkinder zu beglücken. Wohl dem, der sich auch mit lust Ternt in deine ordnung schicken. Der, der geht auf sichern wegen Deinen segnungen entgegen.

6. Deine worte trügen nicht, Du du bist der ewig treue, Der das hält, was er verspricht: Gieb, daß ich mich dessen freue, Und mich, bis ich einst erkalte, Fest an deine wahrheit halte.

7. Mag doch dann die welt vergehn, Mag mich alles doch verlassen: Du, du bleibst mir ewig stehn. Deine huld wird mich umfassen, Wenn ich einst von hin­nen scheide. Ewig bist du meine freude.

Mel. Dreieinigkeit, der gottheit zc. oder: Erhabner gott, was: c.

12. Herr gott, du bist die zu aller

du bist gott in allen ewigkeiten; Du warst es schon, eh erd und himmel ward, Eh du dich noch uns hast geoffenbart.

3. Du hast vorhin die erde zubereitet; Dein arm hat, gott, den himmel aus­wie ein kleid; Du aber daurst in alle ewigkeit.

4. Das ist der trost, die hoffnung aller frommen: Du schüßest sie und läßst sie nicht umkommen. Ihr redlich herz kann sich stets deiner freun. Du bleibst ihr gott, und sie sind ewig dein.

5. Das sey mein trost in allen trüben stunden: Vom tode selbst werd ich nicht überwunden. Nicht er, nur fünd trennt mich, o gott, von dir, Du bleibst mein trost, mein heil, auch ewig mir.

2. Was bin ich, herr, was alle men­schenkinder? Staub ist vor dir der hei­lige, der sünder. Wie schnell enteilt dies leben doch von mir! Du, böchster! du nur bleibest für und für.

Mel. Sey lob und ehr dem zc. den keine zeit

ten! Beim anblick deiner ewigkeit Ver­gehn mir die gedanken. Ich sinne nach bewundrungsvoll, Und weiß nicht wie ichs fassen soll: Du bist und bleibest ewig.

2. Noch ward von keiner sonne licht Durch eine welt verbreitet; Die himmel jauchzten dir noch nicht, Durch deine macht bereitet; Noch war kein land, noch strömt kein meer An hoher berge gründen her: Du aber warst schon ewig!

3. Von ewigkeit her sahest du Die künftge welt entstehen, Und maßest ihre zeit ihr zu, Und sahst sie untergehen. Vom engel bis zum wurm herab Wogst jedem du sein schicksal ab Und nanntest ihn mit namen.

4. Längst steht nun deine schöpfung da, Von dir bisher erhalten. Einst kommt sie ihrem ende nah; Sie eilet zu veralten. Denn ihrer jahre werden

viel, Und du bestimmtest ihr ein ziel,

5. Kaum eine stund ist es vor dir Vom anfang bis zum ende. Kaum augenblicke leben wir, Die werke dei­ner hände. Niemals nimmt, gott, dein alter zu: In aller ewigkeit wirst du Derselbe seyn und bleiben.

6. Ja, du bist ewig, stirbest nie, Bleibst ewig meiner seele Der fels,