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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg nebst einigen Gebeten zur häuslichen Erbauung
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91 C. Abendlieder,.71X

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3. Wir danken dir, Herr bei uns, so hats nicht Noth; Jesu Christ, daß du unser du bist das rechte Lebens­Gast gewesen bist. Bleib du brot.

C. Abendlieder. Mel. Herr Jesu Chrift, dich. 196. Hinunter ist der Sonnen Schein, die finstre Nacht bricht stark herein. Leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Finstern wandeln nicht.

2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Schad, Ge­fahr und mancher Plag durch deine Engel haft behüt aus Gnad und väterlicher Güt.

3. Womit wir haben erzür net dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn' es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns mit Fried und Ruh.

4. Durch dein Engel die Wacht bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll, vor Schrecken, Feuer und andrer Noth behüt uns heint, o treuer Gott.

Nic. Hermann. 1561. In eigner Melodie. 197. Nun ruhen alle Wäl­der, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf, auf! ihr sollt be­ginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt.

2. Wo bist du, Sonne, blie­ben? die Nacht hat dich ver­trieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin! ein andre

Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint.

3. Der Tag ist nun ver gangen, die güldnen Stern­lein prangen am blauen Him­melssaal. So, so werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammerthal.

4. Der Leib, der eilt zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterb: lichkeit; die zieh ich aus, da­gegen wird Christus mir an­legen den Rock der Ehr und Herrlichkeit.

5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich! du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sündenarbeit frei.

6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht, geht und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bett­lein in der Erd.

7. Mein Augen stehn ver­drossen, im Hui sind sie ge­schlossen; wo bleibt dann Leib und Seel? nimm sie zu deinen

Gna: