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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg nebst einigen Gebeten zur häuslichen Erbauung
Entstehung
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XIV. Für besondere Zeiten.

B. Tischlieder.

Mel. O daß ich tausend Zungen. 193. Gott, von dem wir alles haben, die Welt ist ein sehr großes Haus; du aber theilest deine Gaben recht wie ein Vater drinnen aus. Dein Segen macht uns alle reich. Uch lieber Gott, wer ist dir gleich!

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2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn! Doch darf die Nothdurft keinem fehlen; denn du weißt allem vorzu­stehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot pfängt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß auf Hoffnung fäet und end lich auch die Frucht genießt. Der Wind, der durch die Fel­der wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Thau, der Sonne Strahl, sind deine Diener allzumal.

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4. Und also wächst des Menschen Speise; der Acker selbst wird ihm zu Brot. Es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien, als wär es todt, bis in der Ernte Jung und Alt erlanget seinen Un­terhalt.

5. Nun Herr, was soll man mehr bedenken? Der Wunder sind hier gar zu viel! So viel, als du, kann niemand schenken, und dein Erbarmen

hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle werth.

6. Wir wollens auch kein= mal vergessen, was uns dein Segen träget ein. Ein jeder Bissen, den wir essen, soll dei­nes Namens Denkmal sein; und Herz und Mund soll le= benslang für unsre Nahrung sagen Dank.

Casp. Neumann. 1715. Mel. Schmücke dich, o liebe. 194. Speis uns, Bater, deine Kinder, tröste die be trübten Sünder; sprich den Segen zu den Gaben, die wir jetzo vor uns haben, daß fie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, bis wir endlich zu den From­men an die Himmelstafel kommen.

Joh. Heermann. 1647. Mel. Herr Gott, dich loben alle. 195. Wir danken Gott für seine Gaben, die wir von ihm empfangen haben und bitten unsern lieben Herrn, er woll uns hinfort mehr be­scheern.

2. Er woll uns speisen mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Uch lieber Gott, du wollst uns geben nach dieser Welt das ewge Leben.

3. Wir