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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg nebst einigen Gebeten zur häuslichen Erbauung
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XIII. Die letzten Dinge.

Das bist du, Herr, alleine. keinen Zweifel haben, er wird Uns reuet unsre Missethat, die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barm­herziger Heiland, du ewger Gott! laß uns nicht versinken in des bittern Todes Noth. Kyrie eleison! in vim now b

2. Mitten in dem Tod an­ficht uns der Höllen Rachen; wer will uns aus solcher Noth frei und ledig machen? Das bist du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzig­keit unfre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott! laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrie eleiſon.

3. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns trei­ben. Wo solln wir denn flie­hen hin, da wir mögen blei ben? Zu dir, Herr Christ, al­leine. Vergossen ist dein theu­res Blut, das g'nug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Hei­land, du ewiger Gott! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Ky: rie eleison!

Mart. Luther. 1546. In eigner Melodie 175. Nun laßt uns den Leib begraben; daran wir

am jüngsten Tag aufstehn und unverweslich hervorgehn.

2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zur Erd wieder werden und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gottes Posaune wird angehn.

3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhier aus lau­ter Gnad von aller Sünd und Missethat durch seinen Sohn erlöset hat.

4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu einem seligen End. Er hat ge­tragen Christi Soch, ist ge­storben und lebet noch.

5. Die Seele lebt ohn alle Klag; der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn verklären und ewger Freud wird gewähren.

6. Hier ist er in Ungst ge­wesen, dort aber wird er ge= nesen, in ewiger Freud und Wonne leuchten wie die helle Sonne.

7. Nun lassen wir ihn hier schlafen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns gleicher Weis.

8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns durch fein Blut hat erlöst vons Teufels Gewalt und ewger Pein, ihm sei Lob, Preis und Ehr allein!

n Mich. Weiß, um 1530. In