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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg nebst einigen Gebeten zur häuslichen Erbauung
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Gottes Wesen, Eigenschaften und Werke.

Gottes unendliche Voll- kennt und siehet, deß Auge kommenheit und Größe. Größe. nichts entfliehet. In die Ver­gangenheit zurück schaust du miti sonnenhellem Blick; schaust in die Zukunft; dir verhehle vergebens ich, was meine Seele tief in sich selbst verschlossen denkt.

5. Was dein Befehl, o Gott, gebeut, ist Wahrheit und Gerechtigkeit. Nie kann dein weiser Rathschluß feh­len, das Beste stets zu wäh­len. So oft ich dir auf deiner Bahn von ferne nachſeh', bet' ich an, und fromme Zuversicht im Leiden erfüllt mein Herz mit sanften Freuden und meinen Mund mit Preis und Dank.

Mel. Komm, heil'ger Geift. 8. Ausel'ger, deine Herr­lichkeit war vor dem Anfang aller Zeit, und wird in Ewig­keit bestehen, wenn Welten untergehen. Mit Wonne sät= tigt sich mein Geist, so oft er deinen Namen preist. Wie köstlich ist mir's, dir lobsingen, dir danken, Herr, dir Ehre bringen und im Gebet zu dir mich nahn!

2. Du, der da ist, und der da war, dein Nam' ist groß und wunderbar! Wer kann sich bis zu dir erheben, dein Unt­litz schau'n und leben? Kein Bild ist, das dir, Schöpfer, gleicht, so weit auch deine Schöpfung reicht. Du bist ein Geist; nur Geifter können dich fühlen und dich Vater nennen, und deiner sich auf immer freun.

3. Du bist's allein, dem nie ein Tod durch alle Ewigkeiten droht. Dir, Lebensurquell, hat dein Leben kein Andrer je gegeben. Du lebst durch dich; dein Leben ist ein Strom, der unversieglich fließt, rings um dich Leben zu verbreiten, und Lebensglück und Seligkeiten von Ewigkeit zu Ewigkeit.

4. Allwissender, das hellste Licht umstrahlt dein göttlich Angesicht; du bist's, der alles

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6. höchster Geist, o führe du uns dir, dem Schöpfer, wieder zu, die du nach dei­nem Bilde schufest, zum Le­ben sie berufeft. Auch wir sind Geister, danken dir, daß du uns Leben gabst, daß wir die herrlichsten von deinen Gaben, daß wir Verstand und Freiheit haben; dir danken wir's, Allgütiger!

[ 51.] Münter und Diterich. Mel. O Gott, du frommer.

9. Anbetungswürdiger, mit Ehrfurcht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. O flöße mei­nem Geist die tiefste Demuth ein! Laß stets mein Herz vor dir voll Ehrerbietung sein!

2. Du