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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg nebst einigen Gebeten zur häuslichen Erbauung
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Werth der Religion.

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hemmen drohn: wer kann als dann mein Beistand sein? Wer kann zum stillen Dulden mir Muth und Kraft verleihn?

3. Wenn Kleidung, mich zu decken, wenn Brod, wenn Obdach fehlt, und wenn, ver­kannt von Menschen, mich die Verachtung quält: wer lindert dann der Seele Schmerz? Wer tröstet dann im Kummer das sorgen­schwere Herz?

14. Und wenn der Tod Ge= liebte mir von der Seite reißt; wenn düstrer Gram und Un­muth die Welt mich fliehen heißt: wer trocknet dann die Thränen ab? Wer reicht dem Tiefgebeugten, daß er nicht finkt, den Stab? aidd

5. Wenn Gattin, Kinder, Freunde am Sterbebette stehn, mit rothgeweintem Auge bin auf zum Himmel flehn: wer giebt alsdann der Seele Licht, des frohen Wiedersehens trost­volle Zuversicht?

6. Wenn einst der letzte Schlummer mich dieser Welt entrückt, und Furcht und ban­ger 3weifel den Geist darnie­der drückt: wer hellet mir den dunkeln Pfad? Wer stärkt zum letzten Kampfe mich, wenn der Tod sich naht?

7. Du bist es, Heil der Menschen, du bist's, Religion, die er vom Himmel brachte, der Heiland, Gottes Sohn!

Du, du gewährst in Glück und Leid, im Leben und im Tode uns Himmelsseligkeit! [ 95.] Weddigen u. Ribbeck. Mel. Wenn mein Stündlein.

3. Wenn hier in dieser Uebungszeit mein Herz voll Unruh bebet; wenn hier nach reiner Sittlichkeit mein Geist, oft irrend, strebet: so gibt Re­ligion zur Pflicht dem Her­zen Muth, dem Geiste Licht; gibt Trost und Seelenruhe. 12. Welch Glück, o Gott! zu dir kann sich mein Geist und Herz erheben, zum fro­hen Glauben, daß auch ich soll ewig, ewig leben; daß ich zu rein'rer Sittlichkeit, zu immer größ'rer Seligkeit ohn' Ende reifen werde.

3. Die Tugend hofft einst Seligkeit! Der Glaube kann nicht trügen. Im Kampfe mit der Sinnlichkeit kann die Ver­nunft nun siegen. Ein Blick hin auf die Ewigkeit und, Gott, auf deine Heiligkeit stärkt fie bei ihrem Kampfe.

4. Ja, Vater, meine Besse­rung, sie wird, sie muß gelin­gen; gen; ich will nach meiner Hei­ligung mit Muth und Eifer ringen! Rein wird dann meine Tugend sein; ich werde jedes Laster scheun, gestärkt durch diesen Glauben.

5. Wenn hier der Fromme dulden muß, der sich der Tu­gend weihet, und wenn der Sün­