dereinführung der älteren deutschen Kirchenlieder und ihrer ursprünglichen choralähnlichen Melodien den Sinn für den altehrwürdigen Gregorianischen Gefang, der an Tiefe, Innigkeit und Erbaulichkeit noch nicht übertroffen ist, wieder wecken und dessen allgemeine Wiederherstellung anbahnen werde.
Der Vorzug der älteren deutschen Kirchenlieder vor so vielen Gesängen der neueren Zeit in Beziehung auf den inneren religiösen Gehalt derselben ist allgemein anerkannt. Nicht minder ist dies der Fall in Betreff der Melodien; während die älteren durchgängig das Gemüth zu religiöser Stimmung erheben, kann man dies leider von der Mehrzahl der Melodien aus einer späteren Periode nicht sagen. In dem neuen Gesangbuche ist man daher zum größten Theil ebensowohl auf die alten Terte, wie auf die alten Melodien zurückgegangen, und es sind aus dem alten Münsterschen Gesangbuche vom Jahre 1677 zwei und achtzig Lieder aufgenommen worden; sechs andere stammen aus noch älteren Gesangbüchern, wie auch ein sehr großer Theil jener zwei und achtzig bereits lange vor dem Münsterschen Gesangbuche vorhanden war; die zwei und sechszig übrigen sind zumeist aus gleichzeitigen oder wenig jüngeren Liedersammlungen;
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