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Evangelisches Gesangbuch : nach Zustimmung der Provinzialsynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Brandenburg / mit Genehmigung des Evangelischen Oberkirchenrates herausgegeben vom Königlichen Konsistorium
Entstehung
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Geistliche Volkslieder.

4. Bis solang es dem beliebt, Der die Welt im Schoße hält Und zur rechten Stunde giebt Jedem, was ihm wohlgefällt. Da erscheint in Werk und That Der so tief verborgne Rat.

5. Jeder findet, jeder nimmt, Was der Höchst ihm ausersehn: Was im Himmel ist bestimmt, Pflegt auf Erden zu geschehn, Und was dann nun so geschicht, Das ist sehr wohl ausgericht.

6. Laß zusammen, was Gott fügt, Der weiß, wie's am besten sei. Unser Denken fehlt und trügt, Sein Gedank ist Mangels frei, Gottes Werk hat festen Fuß, Wenn sonst alles fallen muß.

7. Siehe frommen Kindern zu, Die im heilgen Stande stehn, Wie so wohl Gott ihnen thu, Wie so schön er lasse gehn Alle Thaten ihrer Händ Auf ein gutes selges End. 8. Jhrer Tugend werter Ruhm Steht in steter voller Blüt, Wenn sonst aller Liebe Blum Als ein Schatten sich verzieht; Und wenn aufhört alle Treu, Ist doch ihre Treue neu.

9. Jhre Lieb ist immer frisch Und verjüngt sich fort und fort, Liebe zieret ihren Tisch Und versüßet alle Wort; Liebe giebt dem Herzen Rast In der Müh- und Sorgenlast.

10. Gehts nicht allzeit, wie es soll,

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11. Unterdessen geht und fleußt Gottes reicher Segenbach, Speist die Leiber, tränkt den Geist, Stärkt des Hauses Grund und Dach, Und was klein, gering und bloß, Macht er mächtig, viel und groß.

Ist doch diese Liebe still, hält sich in dem Kreuze wohl, Denkt, es sei des Herren Will, Und versichert sich mit Freud Einer fünftgen bessern Zeit.

12. Endlich, wenn nun ganz voll­bracht,

Was Gott hier in dieser Welt Frommen Kindern zugedacht, Nimmt er sie ins Himmelszelt Und drückt sie mit großer Lust Selbst an seinen Mund und Brust.

13. Nun so bleibt ja voller Gunst, Voller Labsal, Trost und Saft, Voller Wunder, voller Kunst, Voller Weisheit, voller Kraft, Voller Wunder, sag ich noch, Bleibt der keuschen Liebe Joch. P. Gerhardt, 1676.

32.

Was ist die Macht, was ist die

Kraft,

Des Christen stolze Ritterschaft, Der Schild und Schirm und Schmuck der Ehren, Die unbestochne Wehr der Wehren, In jeder Not und Fahr der Hort? Das ist das Wort, das feste Wort!

2. Was kann, wie ein zweischnei­dig Schwert,

Das blinkend aus der Scheide fährt, Mark und Gebein im Nu zer­schneiden, Die Geister und die Leiber schei den?

Was hat so freißlich scharfen Ort? Das ist das Wort, das feste Wort.

3. Was braust daher wie Win­desbraut

Und überdonnert Donners Laut? Nn