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4. Nichts soll mir am Herzen fleben,
Geistliche Volkslieder.
Süßes Leben,
W die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen Und nicht eilen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Herzensheiland, laß den Glauben
Mir nichts rauben, Glauben, der durch alles dringt. Nach dir sehnt sich meine Seele In der Höhle,
Bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O wie bald kannst du es machen,
Daß mit Lachen
Unser Mund erfüllet sei. Du kannst durch des Todes Thüren Träumend führen Und machst uns auf einmal frei.
7. Du hast Sünd und Straf getragen;
Furcht und Zagen
Muß nun ferne von mir gehn. Lod, dein Stachel liegt darnieder:
Meine Glieder
Werden fröhlich auferstehn.
8. Gottes Lamm, dich will ich loben Hier und droben
Mit der herzlichsten Begier; Du hast dich zum ewgen Leben Mir gegeben:
Hole, Heiland, mich zu dir!
3. L. C. Allendorf, † 1773.
30.
Pater, deines Geistes Wehen Durch die ganze Christenheit Läßt uns schon von ferne sehen Deines Reiches Herrlichkeit; Denn dein Wort wird ausgespendet
Durch die ganze weite Welt, Millionenweis gesendet Auf das große Ackerfeld.
2. Bald wird dieser Same blühen Allenthalben hoch und hehr, Denn Evangelisten ziehen Über Inseln, Land und Meer. Um die Saaten zu begießen, Geist der Pfingsten, komm herab! Laß die Lebensströme fließen Bis zum Grabe tief hinab.
3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen,
Steige, Sonne, bald empor! Weicht nun, all ihr bangen SorGlanz des Herrn, brich schnell her vor!
gen,
Seht, der Berge Spißen glühen Schon im ewgen Morgenlicht, Und die Frühlingsblumen blühen: Brüder, alle, zweifelt nicht!
3. H. Jung- Stilling, † 1817.
on 31.
Poller Wunder, voller Kunst, Voller Weisheit, voller Kraft, Voller Hulde, Gnad und Gunst, Voller Labsal, Trost und Saft, Voller Wunder, sag ich noch, Ist der keuschen Liebe Joch.
2. Die sich nach dem Angesicht Niemals hiebevor gekannt, Auch sonst im geringsten nicht Mit Gedanken zugewandt, Deren Herzen, deren Hand Knüpft Gott in ein Liebesband. 3. Hier wächst ein geschickter Sohn, Dort ein edle Tochter zu: Eines ist des andern Kron, Eines ist des andern Ruh, Eines ist des andern Licht, Wissens aber beide nicht.


