Geistliche Volkslieder.
26.
So nimm denn meine Hände
Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich.
Ich mag allein nicht gehen, Nicht einen Schritt: Wo du wirst gehn und stehen, Da nimm mich mit.
2. In dein Erbarmen hülle
Mein schwaches Herz Und mach es gänzlich stille In Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen Dein armes Kind. Es will die Augen schließen Und glauben blind.
3. Wenn ich auch gleich nichts fühle
Von deiner Macht, Du führst mich doch zum Ziele Auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich.
3. v. Haußmann.
27.
Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht Nur das traute hochheilige Baar, Das im Stalle zu Bethlehem war, Bei dem himmlischen Kind!:,:
2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst fund gemacht, Durch der Engel Hallelujah Tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter, ist da!:,:
3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht
559
Lieb aus deinem göttlichen Mund, Da uns schlägt die rettende Stund, Christ, in deiner Geburt!:,:
3. Mohr, 1818.
28.
Lochter Zion, freue dich, Jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, Ja er kommt, der Friedefürst. 2. Hosianna, Davids Sohn, Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh!
3. Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du des ewgen Vaters Kind! Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild.
1746.
29.
Unter Lilien jener Freuden
Sollst du weiden,
Seele, schwinge dich empor! Als ein Adler fleuch behende; Jesu Hände
Öffnen schon das Perlenthor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen
zu dem Haufen
Derer, die des Lammes Thron Nebst dem Chor der Seraphinen Schon bedienen
Mit dem reinsten Jubelton.
3. Löse, erstgeborner Bruder, Doch die Ruder
Meines Schiffleins, laß mich ein In den sichern Friedenshafen Zu den Schafen,
Die der Furcht entrücket sein..


