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Evangelisches Gesangbuch : nach Zustimmung der Provinzialsynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Brandenburg / mit Genehmigung des Evangelischen Oberkirchenrates herausgegeben vom Königlichen Konsistorium
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Geistliche Volkslieder.

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Was donnert in der Sünder Ohren Gleich einem Schwur, von Gott geschworen? Was ists, das durch die Seele bohrt?

Das ist das Wort, das feste Wort. 4. Was säuselt wie ein Westen­on wind Vom Frühlingshimmel sanft und lind? Was säuselt liebreich durch die Herzen,

Ein Trost und Balsam aller Schmerzen?

Was wehet alle Sorgen fort? Das ist das Wort, das feste Wort. 5. O Wort der Macht, o Wort der Kraft, Das so gewaltig wirkt und schafft, O Wort der Schrecken und der Freuden,

Zum Heilen mächtig und Zer­schneiden, Du warest eh, als Zeit und Ort, Du starkes Wort, du festes Wort.

6. O Wort der Macht, o Wort der Kraft, Du meines Herzens Ritterschaft, Wollst ewig in und bei mir blei­jedben, Durch Donner und durch Säuſeln

treiben Zum rechten Kampfe fort und fort, Mein starkes Wort, mein festes

Wort! E. M. Arndt, 1860.

Das Band, das uns verbindet, Löst weder Zeit noch Ort; Was in dem Herrn sich findet, Das währt in ihm auch fort.

Im Herrn sind wir vereinet

Und bleibens allerwärts.

2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollts geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letzten Mal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall.

3. Man spricht: Ich hier, du dorten Du ziehest und ich bleib; Und ist doch aller Orten Ein Glied an Einem Leib. Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und geht auf Einem Wege In Einer Richtung doch.

4. Was sollen wir nun weinen Und so gar traurig sehn? Wir kennen ja den Einen, Mit dem wir alle gehn. In Einer Hut und Pflege, Geführt von Einer Hand, Auf Einem sichern Wege Ins Eine Vaterland.

5. So sei denn diese Stunde Nein, einem neuen Bunde Nicht schwerem Trennungsleid, Mit unserm Herrn geweiht. Wenn wir uns ihn erforen zu unserm höchsten Gut,

Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden thut. Ph. Spitta, 1859.

33.

34.

Was as macht ihr, daß ihr weinet Weil ich Jesu Schäflein bin,

Und brechet mir mein Herz?

Freu ich mich nur immerhin Über meinen guten Hirten,