Beten, Loben und Danken.
6. Ach mein Gott, wie wunderbar| Du hältst die Wach an unsrer Thür Stellst du dich der Seele dar! Und läßt uns sicher ruhn. Drücke tief in meinen Sinn, Was du bist und was ich bin. 3. Neander, † 1680.
7.
Mel. Lobt Gott ihr Christen allzugleich.
Ich finge dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust, Ich sing und mach auf Erden kund, Was mir von dir bewußt.
2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad
Und ewge Quelle seist, plas Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Gutes fleußt.
3. Was sind wir doch? Was haben wir
Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd?
4. Wer hat das schöne Himmelszelt Hoch über uns gesett? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen nett?
5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schüßt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Öl und Most Bu seinen Zeiten findt?
6. Wer giebt uns Leben und Geblüt?
Wer hält mit seiner Hand Den güldnen, werten, edlen Fried In unserm Vaterland?
7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir,
Du, du mußt alles thun;
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8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr,
Bleibst immer fromm und treu Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Geraten, herzlich bei.
9. Du strafst uns Sünder mit Geduld
Und schlägst nicht allzuſehr;
Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer.
10. Wenn unser Herze seufzt und schreit,
Wirst du gar leicht erweicht Und giebst uns, was uns hoch erfreut Und dir zur Ehr gereicht.
11. Du zählst, wie oft ein Christe wein
Und was sein Kummer sei; Kein stilles Thränlein ist so klein, Du hebst und legst es bei.
12. Du füllst des Lebens Mangel aus
Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht.
13. Wohl auf, mein Herze, sing und spring
Und habe guten Mut: Dein Gott, der Ursprung aller Ding, Jst selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schat, dein Erb und Teil,
Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht.


