477
Ach, Gott, wie oft habe ich gefehlt! Ich gestehe es, ich verdiene deine Strafen. Aber nun durch dich erleuchtet, bringe ich dir ein zerknirschtes, bußfertiges Herz dar. Ich bitte dich, verwirf es nicht; und deine Barmherzigkeit, womit du mich bisher ertragen hast, möge mich gegen die Strenge deiner Gerechtigkeit schüßen. Verzeihe mir, da ich ja jegt vom lebhaftesten Schmerze über meine früheren Fehler durchdrungen bin, und die aufrichtigsten und besten Vorsäge für die Zukunft gemacht habe. Ja, o mein Gott, ich nehme mir vor und verspreche dir, mich mit deiner Gnade zu bessern. Ich erfenne, daß von der genauen Erfüllung meiner Standespflichten meine Heiligung und mein ewiges Heil abhängt, und ich will mich deßwegen befleißigen, sie alle zu erfüllen, wic deine göttliche Religion es mich lehrt. Ich will mir nie Etwas erlauben, was nach dem Gesetze des Evangeliums verboten ist; nie will ich Etwas begehen, was auch nur im Entferntesten der ehelichen Treue und Keuschheit entgegen ist. Die geheiligte Liebe, die das Sakrament uns eingegeben, soll in Zukunft unser gegenseitiges Benchmen regeln; und wir wollen nur ein Herz und einen Willen haben, der dem deinigen unterworfen ist. Wenn ich manchmal aus übler Laune und Ungeduld einen Widerwillen gegen meinen Stand


