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welche für die Erbauung bestimmt sind. Bei dem einzelnen Liede ist es freilich bisweilen schwer, die Frage, ob es einer Erneuerung fähig sei oder nicht, zu beantworten; es wird darüber oft erst die Erfahrung des wachsenden und sich wieder in seine Geschichte vertiefenden religiosen Lebens eine Entscheidung bringen können. Doch sollte man jedenfalls mit den Versuchen, uns nach Sprache und Behandlung ganz fremd Gewordnes für und durch den gottesdienstlichen Gebrauch wieder einzuführen, etwas sparsamer sein, als dieß in manchen der neuern und neuesten, officiellen und nichtofficiellen Gesangbücher der Fall gewesen ist. Möglich, daß ich seltst in einigen wenigen Fällen gegen diesen Grundsatz verstoßen und bei einigen reformatorischen Liedern die Frage nach einer möglichen Aneignung zu schnell bejaht babe. Aber gerade bei dem eigentlich reformatorischen Kirchenlied, der Grundlage, auf welcher unser reicher Liederschatz erwachsen ist, glaubte ich am wenigsten ängstlich und sparsam sein zu dürfen, weil dort der Maßstab für die Beurtheilung gesunder Continuität des ſpäteren zufinden ist. Zudem erscheint mir die Härte und Sprödigkeit der Form in jenen ältesten Liedern viel weniger bedenklich, als der Ungeschmack vieler spätern.
Eine weitere Rücksicht, welche die Auswahl leitete, war endlich die auf die verschiedenen Zeiten, bis auf die unsere, insofern in denselben nach Inhalt und Form Geeignetes und Werthvolles gefunden wurde. Ist auch die reformatorische und und dann die P. Gerhardtsche


