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religiösen Lebens, kann man auch aus vielen der neuesten Liedersammlungen ersehen.
Ich meine nun natürlich nicht, daß der reiche aus den Zeiten des Pietismus stammende Liederschas in firchlichen oder gar Privat- Gesangbüchern keine Vertretung finden solle; ich will vielmehr nu., daß die Auswahl sich streng auf solche Erzeugnisse beschränke, in welchen die tiefe innige Frömmigkeit desselben in reiner von Manier freier Weise sich ausspricht, und welche deßhalb für das religiöse Leben eine gesunde Nahrung sind.
Das Bestreben, in vorliegender Sammlung das Beste deutschen evangelischen Liederschatzes zu bicten, mußte jedoch eine Beschränkung erleiden, zunächst durch den Zweck, da es sich nicht blos darum handelte, eine Blumenlese des Vorzüglichsten zum Genusse zu veranstal ten, sondern den verschiednen Bedürfnissen der häuslichen, privaten und Schul- Erbauung zu dienen; dann aber auch durch die Rücksicht auf die Möglichkeit der Aneignung für unsere Zeit. Es giebt Lieder, über deren Vortrefflichkeit unter solchen, die sich reflektirend in eine ganz andere Zeit, andere Verhältnisse, andere Sprache 2c. verseßen können, kein Zweifel herrscht, die aber nicht einmal von diesen, wie viel weniger von der unendlichen Mehrzahl unserer Gebildeten und Ungebildeten auch bei aller Zustimmung zum Inhalt als ein wahrer Ausdruck, als ein Ausdruck eignen Lebens gebraucht werden können. Dann gehören sie aber auch nicht in Sammlungen,


