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recht selig, Herr, die Deinen" weniger bedenklich, als jene weichlichen und süßlichen Lieder, wie deren schon 3. Scheffler nicht wenige geliefert hat, und wie sie dann aus der pietistischen Schule und deren Ausläufern, in den sogenannten Köthnischen Liedern, in den Liedern der Separatisten und Herrnhuther in großer Menge uns überkommen sint. Es ist nun wohl ganz natürlich gewesen, daß bei dem Wiedererwachen religiösen Lebens in unserer Zeit und bei dem noch mangelnden eigentlich firchlichen Bewußtsein zunächst auf den alten Pietismus zurückgegangen und in seinen Erzeugnissen geistliche Nahrung gesucht wurde. Aber es lag die Gefahr nahe, und man ist derselben vielfach erlegen, daß man oft gerade an das Falsche oder an das mit Falschem Behaftete desselben sich hielt, daß man ins besondere auch an solchen Liedern Gefallen fand, welche .nach Inhalt und Melodie die krankhafte Manier des Pietismus besonders stark an sich tragen. Der nachhaltige Gebrauch solcher Lieder kann aber nicht anders als religiös entnervend wirken, weil dieselben, statt wahre gesunde Erbauung zu gewähren und zu befördern, weichliche Gefühligkeit nähren und einem blos sinnlichen Wohlgefallen Vorschub leisten. Und daß wir darüber troß der jetzt so starken Betonung des Kirchlichen im Gegensatz zum Pietistischen noch nicht völlig hinaus sind, daß vielmehr gerade das Falsche altorthodorer Kirchlichkeit mit pietistischer Manier vielfach sich brüderlich verbindet, kann man auf vielen Gebieten


