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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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rke und Wohlthaten Gottes

2. Wo ist der den Ei⸗ Ruh m? Ach, wir, dein E

genthum, wie tief sind wir gefallen, wo ist jetzt unter allen ein Mensch ganz rein

von Sünden vor dir, o Gott, zu finden?

3. Hier ist kein Unterschied. Dein Auge, Hoͤchster, sieht auf alle Menschenkinder, und sieht sie alle Suͤnder. Vor dir, o Herr, ist keiner ganz schuldlos, auch nich

4. Verderbt ist unser die Weisheit ist

Diri · inn;

dahin, die

uns regieren sollte, nur, was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu

waͤhlen und zu lieben.

5. Der Sinne Lust und Schmerz ruͤhrt leider! unser Herz mehr, als die hoͤhern Freuden mehr als die groͤßern Leiden, die wir auf Ewigkeiten selbst unserm Geist bereiten.

6. Dir folgen, duͤnkt uns Zwang; des Herzens boͤser Hang reißt uns mit starkem Triebe zu schuoͤder Suͤnden⸗ liebe: und wer vermags zu zaͤhlen, wie oft wir vor dir fehlen?

7. O Herr, gib uns dein Licht, daß wir, was uns ge⸗ bricht, beschaͤmt vor dir be⸗ kennen, und stets von Ernst entbrennen, der Sünde zu entsagen, der Beßrung nach⸗

zujagen. 8. Wohl dem, der sie ge⸗ winnt! Gott, so verderbt

v.

willst du doch ind neue Kraft urch Christum en von Sun⸗ erden.

durch Schuld uns deine Va nicht freventlich Erwecke unsre Herzen, dir nicht zu widerstreben, da⸗ mit wir ewig leben

wir sind, so

unsre Uerh U d verscherzen!

M Schon

Tag von 6

70 Gein Mensch, o Gott! 9

R ist sündenfrei: wer

duͤrfte sich erheben? Was

hilft uns Trug und Heuche⸗ lei? Du kennest Herz und Leben. Umsonst, umsonst verbergen wir selbst die ge⸗ heimsten Triebe dir; dein Blick durchschauet Alles.

2. Du weist, wies oft wir evelhaft uns boͤser Thaten enuen, und unsers Geistes le Kraft Sunden⸗ die ste we hen

elt und

fr fr ed dem

Berelzt von

Sinnlichkeit, ver⸗ herzen wir oft unsre Zeit, nd unsers Herzens Ruhe. 3. Wir sollten stets auf dein Gebot mit frommer Seele merken: wir koͤnnens auch; denn du, o Gott! willst gern die Schwachen staͤrken. Und dennoch un⸗ terdrücken wir so oft die Ehrfurcht, Herr! vor dir, und folgen unsern Lüsten.

4. Wie leicht enkwoͤhnt sich unser Herz, im Gluͤck auf dich zu schauen! Wie balz

vere