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Gesangbuch für die Berggemeinde der Herrschaft Itter
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5. Doch soll ein widriges Geschick mir in der Teufe drohn: Du, Vater, bist der Meinen Gluͤck; du bist mein Trost, mein Lohn!

8. Die, dir will ich mein Leben weihn mit christ lich frohem Sinn! Dein Beyfall sey, o Gott, allein mein Ruhm und mein Gewinn!

9. Kommt dann der Prüfung letzte Schicht auf meiner Pilgerbahn: Gluͤck auf! Gluͤck auf! Ich zage nicht! Du nimmst mich segnend an!

1 Mel. Was Gott thut, das ist woblgethan ꝛc.

Glaͤck auf! Nun ist die Nacht dahin; ich sehꝰ den Morgen wieder. Dir, Gott, sey Dank, daß ich noch

bin! Gestaͤrkt sind meine Glieder. Du bists, der schafft, daß meine Kraft sich durch den Schlaf erneuet, mein Herz sich wieder freuet.

2. Es freuet deines Schutzes sich, freut sich der neuen Kraͤfte. Mit heiterm Geist bereit ich mich zum heutigen Geschoͤfte, erflehe mir, o Gott, von dir auf des Berufes Wegen Muth Beystand, Gluͤck und Segen.

3. Laß, Herr, mit weiser Thaͤtigkeit mich jede Stunde nützen, und Eifer und Entschlossenheit zum Tugendfleiß besitzen. Genäͤrkt durch dich, laß immer mich der kuͤste falsche Freuden, der Suͤnder Umgang meiden!

4. Hilf mir mit Ernst und frommer Treu auch bieses Tages Schichten, so schwer und schreckend manche sey, voll Muth und gern verrichten. Gieb, daß ich nie mich dem entzieh, was meinen Bruͤdern nuͤtzet, und in Gefahr sie schützet.

5. Hilf mir den Hang zur Sinnlichkeit auch heute froh bestegen, und jede Lust, die mich erfreut, sey ein erlaubt Bergnuͤgen. Voll Abscheu flieh ich aber sie, wenn sie mich dir entreißet; so sehr ihr Glimmer gleiset.

6. Gieb, daß ich fern von Zank und Streit in meiner Freunde Kreise die Tugend der Geselligkeit durch Nachsicht auch beweise. Bey munterm Scherz laß stets mein Herz an seine Pflicht gedenken, aus Frevel keinen kraͤnten.

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