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7. Am Abend laß mich demuthsvoll von dem ge⸗ fuͤhrten Leben, wie ich als Chrisf es taͤglich soll, Herr, Rechenschaft dir geben, nichts uͤbersehn, dir gern ge⸗ stehn, wo ich aus Leichtsinn fehlte, und nicht das Gute waͤhlte.
8. Dann geh' ich mit getrostem Muth, wohin dein Ruf mich leitet. Mir ist dein Segen, deine Hut auf Weg und Fahrt bereitet. Im tiefen Schacht, in oͤder Nacht wird mich dein Schutz bedecken, und keine Furcht erschrecken.
14. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe.
So ist der Tag denn auch erlebet! Noch bin ich Gott zu loben da! Gefahr hat mich genug umschwebet, doch keine, welche Gott nicht sah. Das Uebel, das im Finstern schlich, that mir kein keid: Gott schützte mich.
2. Ach! sollt' ich die Gefahren wissen, die dro- hend mich des Nachts umziehn; ich wuͤrd' am Abend zittern muͤssen, und fruͤh wuͤrd' ich vom Danke gluͤhn. Errettet aus dem Todesschacht, steig' ich nach jeder sichern Nacht.
3. Umringt von unbemerkten Schaaren des Un— gluͤcks schlief ich sorgenlos; zu schwach, mein Leben zu bewahren, lag matt ich in der Ruhe Schoos. Gott, deine Huld hat mich bewacht im Graun der schrecken— vollen Nacht.
4. Mit Schutz und Huͤlfe, Trost und Guͤte mich jeden Morgen zu erfreun, wirst du, Erbarmer, nimmer mude: auch heute wirst du sie erneun! Werd' ich das Meine redlich thun, so wird dein Segen auf mir ruhn!
5. Soll mich der Arbeit kast ermüden; ich trage willig sie und gern! Du hast mein Loos mir, Herr, beschieden; dein Beystand ist von mir nicht fern. Wo⸗ zu dein Ruf mich wollte weihn, dazu giebst du Krafk und Gedeihn.
6. Dein Schutz, der in der Naͤchte Grauen mit sichrer Ruhe mich bedeckt, belebt und staͤrket mein Ver⸗ trauen, wenn mich Gefahr und Unfall schreckt! Auch in der oͤden Teufen Nacht schuͤtzt und erhaͤlt mich deine Macht!
—— II.


