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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
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Gebet vor Empfahung des heil. Abendm. 43

Sebet vor Empfahung des heiligen Abend⸗ mahls.

getreuer Hirt und Bi⸗ schof meiner Seelen, der du gesagt hast: Ich bin das Brod des Lebens, wer von mir isset, den wird ar duuch alaude und wer an mich glaͤubet, den wird nimmermehr duͤrsten. J komme zu dir, und bitte dich demuͤthiglich, du wol⸗ lest mich durch wahren Glauben bereiten, und zum wuͤrdigen Gaste machen dieser himmlischen Mahl⸗ zeit; wollest mich, dein ar⸗ mes Schaͤflein, heute wei⸗ den auf deiner gruͤnen Au⸗ en, und zum frischen Was⸗ ser des Lebens fuͤhren. Du wollest meine Seele er⸗ quicken, und mich auf rech⸗ ter Straße fuͤhren um dei⸗ nes Namens willen. Du wollest mich wuͤrdig ma⸗ chen zu deinem Tisch, und mir voll einschenken den Becher deiner Liebe und Gnade. Ich armes Schaͤf⸗ lein komme zu deiner Wei⸗ de, zum Brod des Lebens, zum lebendigen Brunnen. Ach du wahres suͤßes Him⸗ melbrod, erwecke in mir ei⸗ nen geistlichen Hunger und heilihen Durst, daß ich nach dir schreie, wie ein Hirsch schreiet nach frischem Was⸗ ser. Vor allen Dingen aber gieb mir wahre herz⸗ liche Reue und Leid uͤber meine Suͤnde, und lege mir an das rechte hochzeit⸗

liche Kleid des Glaubens, durch welchen ich dein hei⸗ lig Verdienst ergreife, und dasselbe mein schͤnes Kleid festhalte und bewahre, da⸗ mit ich nicht ein unwuͤr⸗ diger Gast bin. Gieb mir ein demuͤthiges, versoͤhn⸗ liches Herz, daß ich mei⸗ nen Feinden von Herzen⸗ grund vergebe. Tilge aus meinem Herzen die Wurzel

challer Bitterkeit und Feind⸗

seligkeit; pflanze dagegen in meine Seele Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Naͤchsten, ja alle Menschen in dir lieb habe. Ach du wahres Osterlaͤmm⸗ lein, sei du meine Speise, laß mich dich genießen und essen mit bittern Salzen der herzlichen Reue und mit dem ungesaͤnerten Brode eines heiligen buß⸗ fertigen Lebens. Ach ich komme zu dir mit vieler großen Unsauberkeit bela⸗ den: ich bringe zu dir einen unreinen Leib und Seele, voller Aussatz und Greuel. Ach reinige mich, du hoͤchste Reinigkeit. Dein heiliger Leib, als er vom Kreuz abgenommen ward, wurde in eine reine Leinwand ge⸗ wickelt. Ach wollte GOtt, ich moͤchte dich mit so rei⸗ nem Herzen aufnehmen, als es dir wohlgefaͤllig. Ach daß ich dich mit hei⸗ liger Andacht umfahen und in meine Liebe einwickeln, und mit den Myrrhen des zerbrochenen Herzens und Geistes salben sollte. Das Himmelbrod mußte in ei⸗

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