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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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22 Um die Liebe zu

SOtt u. d. Rächsten.

danken nun in dir zusam⸗ men, als in dem Brun⸗ nen meines Lebens, damit ich dir wuͤrdiglich danken koͤnne durch JEsum Chri⸗ stum, deinen Sohn, weil du mich heute so gar son⸗ derbar begnadet und mir beigestanden hast. Nun em⸗ pfehle ich dir auch in sol⸗ chem Vertrauen mein gan⸗ zes Wesen und Leben, wie auch alles andere zu deiner Verwaltung. Ja ich fliehe wider alle meine Feinde in dein liebevolles Herz, und suche meine Befriedigung in dir allein, weil mich sonst im Himmel und auf Erden nichts stillen und

Um die Liebe zu GOtt und dem mächsten. Ac du GOtt der Liebe

und des Friedens, ich bitte dich um deiner un⸗ aussprechlichen Liebe wil len, gieb mir zu erkennen, wie lieblos und hart mei⸗ ne gefallene Natur ist, dich oder meinen Naͤchsten goͤtt⸗ lich zu lieben. Ach ich bin von Natur eine zornige, unbarmherzige, widerwaͤr⸗ tige, eigen 1. Kreatur, die nur sich selbst und das Ihre liebet und suchet, nicht aber was GOttes oder des Naͤchsten ist. Es wachet wohl gar bisweilen

vergnuͤgen kann. So wirke du nun allein in meinem Gemuͤth, damit keine an⸗ dere Kraft an mir hafte, und weder boͤse Geister/ noch sonst etwas Feindse⸗ liges zu mir nahen koͤnne. Schleuß du selbst deinen Tempel, mein Herz, mit deinen feurigen Rossen und Wagen als mit einer Ring⸗ mauer ein, so kann ich wohl sicher ruhen, und mit allem zufrieden sein, wie du mit mir verfahren willst. Denn ich bin ein⸗ mal dein, und dein Sohn hat mich so theuer erkauft, auf daß ich zugleich mit ihm leden soll, ich wache oder schlafe. Darum lebe, schlafe und ruhe ich nicht mir, sondern dir. Das schaffe du selbst in mir durch Christum im heili⸗ gen Geist allezeit. Amen.

eine Hoͤlle des Zorns, der Rachgier, Unbarmherzig keit und Bosheit in mei⸗ nem Herzen auf. Ich eifere wohl etwa zuweilen unter dem Schein des Guten wider meinen unschuldigen Naͤchsten, und ist zum we⸗ nigsten keine rechte Treue und Mitleidigkeit in mir gegen die Elenden, Unwis senden und Irrenden. Ach ja es maͤngelt mir an der wahren Liebe allenthaͤlben, HErr, das weißt du. Wie soll ich aber dazu kommen, wenn du, o unerschoͤpfli⸗ che Quelle der Liebe, mir solche nicht schenkest? Ich komme zu dir als arm, loß und verdorben. Ach gieb mir aus deinem Lie⸗ besherzen ein Troͤpflein deiner goͤttlichen Liebe, da⸗ durch mein Herz und Ge⸗ muͤth erweichet, gesaͤnfti⸗ get, durchsuͤßet und lieb⸗

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