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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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Abendgebet am Dienstag.

mit uͤbermaͤßiger Begierde darein verstricket werden. Ach laß uns von der schaͤndlichen Bauchsorge nicht verschlungen werden, und reinige die Herzen von diese Abgoͤtterei. Deine Hand regiere uns doch in der rechten Mittelstraße, und erloͤse uns von un⸗ noͤthigem Kummer uͤber geringe Dinge, daß wir sie sowohl als alles fuͤr vergaͤnglich halten, und nach bessern Guͤtern stre⸗ ben lernen, die uns kein Dieb, Rost oder Fall rau ben kann. Ach daran soll mein Herz ewig genug ha⸗ ben. Amen.

Abendgebet am Dienstag. Wiewohl ich deine Guͤ⸗

te, o himmlischer Va⸗ ter, nicht voͤllig erkenne, die ich nur heute, geschwei⸗ ge mein Lebelang genos⸗ sen habe, so wollest du doch meinen schwachen Dank in Gnaden anneh men, und noch dieses zu deinen vorigen unzaͤhligen Wohlthaten hinzuthun, daß du mich in Christo gnaͤ⸗ diglich mit meinem Lob⸗ opfer ansehest. Dir sei insonderheit Dank, da du mir etwa auch heute einige Zuͤchtigung und De⸗ muͤthigung zugeschickt hast, meine Seele von der Welt abzuziehen. Du hilfst ja nun immer eine Last nach der andern uͤberste⸗ hen, und traͤgst dabei

viel Geduld, regierst uns

auch mit vielem Verscho nen. Laß uns ja deine Gnade nicht wegwerfen, noch auf Muthwillen zie⸗ hen, sondern mache uns rechtschaffen vor deinem Angesicht, und pruͤfe, wie wirs meinen. Ja, laß uns taͤglich in deiner Lie⸗ be und Erkenntniß wach⸗ sen/ und was versaͤumet ist, ersetze du selbst. Nimm uns nun in deinen Frie⸗ den ein, und wirke die noͤ⸗ thige Zuversicht auf deine Bewahrung. Bleibe du in und bei uns, daß kein Feind einbreche. Erbarme dich aller deiner Kinder, ja aller deiner Geschoͤpfe, und morgen oͤffne uns Herz und Mund, dich da⸗ fuͤr zu loben, und in dei⸗ ner Kraft einher zu ge⸗ hen, bis endlich der Abend unsers Leben kommt, und dein ewiger Tag einbricht, da keine Nacht und Fin⸗ sterniß ist. Amen.

Um den lebendigen Glauben.

duAnfaͤnger und Voll⸗ ender unsers Glau⸗ bens, ich bin zwar in der christlichen Kirche gebo⸗ ren und erzogen, habe auch wohl etwa den Glauben mit dem Munde bekannt und vorgegeben, und mich einen Christen und Recht⸗ glaͤubigen nennen lassen. Allein ob solches alles in der That und Wahrheit an mir eingetroffen, das weißt du, allwissender

HErr, am besten. Deine Au⸗

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