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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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du Lieben ner Liebt.

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RMüchstenliebe

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ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein Jeder fuͤr die Bruͤder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so zerfloß er dort im Blut; denkt doch, wie es ihn be truͤbet, wenn ihr euch selbst Eintrag thut.

4. Einer reize doch den Andern, unserm blutbe freündten Lamm vor das Lager nachzuwandern, das fuͤr uns zur Schlachtbank kam. Einer soll den An⸗ dern wecken, alle Kraͤfte Tag fuͤr Tag nach Ver⸗ nidgen dran zu strecken, daß man ihm gefallen mag.

5. Nichts, als nur des Braͤutgams Stimme, sei die Regel unsrer That, weil er nicht mit Loͤwen⸗ grimme uns in Staub ge⸗ lreten hat, sondern mit gehaͤuften Stroͤmen seines Bluts den Zorn ertraͤnkt, ei so muß sich Jedes schaͤ⸗ men, das sich ihm nicht willig schenkt.

6. Hallelujah! welche Hoͤhen, welche Tiefen rei⸗ cher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du unsichtbarer Mei⸗ ster uns so fuͤhlbar nahe bist.

7. Ach da holder Freund, vereine deine dir geweihte Schaar, daß sie sich so herzlich meine, wies dein letzter Wille war. Ja, ver⸗ binde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klaͤr⸗

heit in der That erleuch⸗ tet ist.

8. So wird dein Geber erfuͤllet, daß der Vater alle die, welche du in dich verhuͤllet, auch in seine Liebe zieh, und daß wie du Eins mit ihnen, also sie auch Eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun.

9. Liebe, hast du es ge⸗ boten, daß man Liebe uͤben soll, o so mache doch die todten, traͤgen Geister le⸗ bensvoll; zuͤnde an die Liebesflamme, daß ein ie⸗ der sehen kann: wir, als die von einem Stamme, ste⸗ hen auch fuͤr einen Mann.

10. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein ge⸗ trenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Bren nen nehme unser Licht den Schein: also wird die Welt erkennen, daß wir deine Juͤnger sein.

Nieol. Ludw. Gr. v. Zinzendorf.

Mel. Wunderbarer König.

E Gommt ins 1053⁷½ KReich der Liebe, o ihr lieben Kinder, ihr in Blut gewaschne Suͤnder! Lernt von eu⸗ rem Lamme eure Bruͤder lieben und euch recht dar⸗ innen uͤben; folgt dem HErrn; traget gern, was nach IEsu fraget, wenns auch faͤllt und klaget!

2. Suͤnde zu vergeben und auch zu vergessen, das

hat