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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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vom Glauben.

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10. HErr JEsu, der du angezuͤndt das Fuͤnklein in mir Schwachen/ was sich vom Glauben in mir findt, du wollst es staͤrker machen; was du gefangen an, voll⸗ fuͤhr bis an das End, daß dort bei dir auf Glauben folg das Schauen. David Denicke. Mel. O GSOtt, du from⸗ mer GOtt. Mersuchet euch

8. D doch selbst,

ob ihr im Glauben stehet/ ob Christus in euch ist, ob ihr ihm auch nachgehet in Demuth und Geduld, in Sanftmuth, Freundlich⸗ keit, in Lieb dem Raͤchsten stets zu dienen seid bereit?

2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief ver⸗ borgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint als der helle Morgen; erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, verneuert Herz und Muth, macht uns zu GOt⸗ tes Kind. ö

3. Er schoͤpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Le⸗ ben, und pflegt in Einfalt es dem Naͤchsten wieder⸗ geben; dieweil er uͤberreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, beken⸗ net IEsum Christ.

4. Er hofft in Zuversicht, was GOtt im Wort zu⸗ rel fo drum muß der Zwei⸗ fel fort, die Schwermuth wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt die Hoff⸗ nung an den Tag, haͤlt Sturm und Wetter aus, besteht im Ungemach.

5. Aus Hoffnung waͤchst die Lieb; weil man aus GOttes Haͤnden nimmt alle Dinge an, nicht zuͤr⸗ net, thut nicht schaͤnden; denn alles uns zu Nutz und Besten ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind.

6. Wir waren GOttes Feind: er giebt uns seinen Sohne, sein eingebornes Kind, zu einem Gnaͤden⸗ throne, setzt Liebe gegen Haß: wer glaͤubig dies er⸗ kennt, wird bald in Lieb entzuͤndt, die allen Haß verbrennt.

7. Wie uns nun GOtt gethan, thun wir dem Naͤchsten eben: droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Lebenz flucht er, so segnen wir. In Schande, Spyott und Hohn ist unser bester Trost des Himmels Ehrenkron.

8. Setzt uns GOtt auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der Glaube bringt Geduld, macht leichte alle Plagen; statt Murren, Ungeberd wird das Gebet erweckt; weil aller Angst und Noth von GOtt ein Ziel gesteckt.

9. Man lernet nur da⸗ durch sein Elend recht ver⸗ stehen, wie auch des Hoͤch⸗ sten Guͤt; haͤlt an mit Bitten, Flehen, verzaget an sich selbst, und trauet Christi Kraft, vernichtet sich zu Grund, saugt nur aus IEsu Saft.

10. Haͤlt sich an sein Verdienst, erlanget 440

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