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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
222
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von wah

rer Busze.

Seelentraft/ 0. liebster Tönen und mein angsllich

HErr, o Lebenssaft, was soll ich thun, was ist dein Will? Gebeut, ich will dir halten still. ů

2. Ich kann ja nichts, das weißt du wohl, auch weiß ich nicht, was ich thun soll: du kannst allein ver⸗

richten dies, du weißt es st

auch allein gewiß.

3. Rath/ Kraͤft, Held ist niemand als du, Rath giebest du in stiller Ruh; Kraft bist du auch in hoͤchster Noth, Held ist dein Nam, o Wundergott!

4. Du Fels des Heils, erhalte mich, du Lebens⸗ strom, fleuß mildiglich; fleuß doch in meine Seel hinein, ei kehre bei dem Suͤnder ein.

5. Die Zeit ist boͤs und Falschheit voll, ich weiß nicht, wie ich leben soll: du bist ein HErr, der groß von Rath, du bist ein GOtt, der stark von That.

6. Was willst du, HErr? das sage mir. Ich klopf, ach thu doch auf die Thuͤr;

Sehnen. 0

2. Ich bin kalt, entzuͤnde mich, o erweich mich Har⸗ ten. Speis mich, ich bin hungerig, feucht mich duͤr⸗ ren Garten. Satan schlaͤgt und erregt sehr viel harte Wunden in Versuchungs⸗ stunden.

3. Meines Fleisches Lust⸗ begier macht mir manche Schmerzen; auch die Welt, die schießet mir Pfeile nach dem Herzen. Mancherlei Menschenscheu sucht mich zu erschrecken und in Roth zu stecken.

4. Ach koͤnnt ich doch, JEsu, dich, wie ich wollte, lieben, o moͤcht ich doch kraͤftiglich solche Lieb aus⸗ uͤren. Brunstiglich wuͤn⸗ sche ich, dich im Geist zu kuͤssen, in dir zu zerfließen. 5. Mein Geist weiß die Wollust wohl, was es sei, dich lieben; doch das Fleisch ist Traͤgheit voll, will die Herrschaft uͤben; Fleisch und Geist zieht und reißt mich auf beiden

ich ruf und schrei, du hörst es wohl: Was willst du,

Seiten, o da gilt es streiten! 6. Ach was mach ich

HErr, daß ich thun soll? Armer doch? Wer wird

Joachim Neander. mich

in deinem Zorn.

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gefallner Knecht, voller Blut und Schlage, ich, dein Diener, bin wohl

erretten? Wohin

aalel. Straf mich nicht Wer wird mid deach⸗

wird mich vertre⸗ ten? HErr, mein Heil, komm in Eil, brich des Fleisches Tuͤcke, die ver⸗ strickten Stricke. 7.(IEsus.) Sieh, ich komme und erfuͤll, Seele,

recht Ach meß faul und dein Verlangen, ja ich kuͤs⸗ traͤge. Ach mein GOtt Ze⸗ se dich und will dich mit

baoth, hoͤr mein Schreien, Lieb umfangen; 5 9 0 ö no

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