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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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192 vom heiligen

Abendmahl.

sammen haͤlt; es haben reine Sinn und Augen die Kinder, die die Gnade saugen.

4. Und o wie schbn, wie unaussprechlich quillet die Himmelslust in unser Herz/ wenn GOtt den Durst in seiner Liebe stillet, und in uns stroͤmet niederwaͤrts! Dies kann kein fleischlich Auge sehn, viel weniger die Werk verstehn, die GOtt in stiller Seele thuet, wenn sie von ihren Werken ruhet.

5. Der Mensch sieht GOtt mit heilger Furcht und Zittern in Kraͤften uͤber alle Kraft, da er in uns das Irdsche will zer⸗ sprittern, das uns haͤlt in geheimer Haft. Doch kom⸗ met er so lieblich suͤß, daß diese Pein ist kein Verdrieß; er haͤlt uns mit verborgnen Haͤnden, daß wir uns gerne zu ihm wenden.

6. HErr, deine Lieb kann sonst unmoͤglich tragen die Kreatur, die so voll Suͤnd; denn ob sie wohl hie hat ein Wohlbehagen, wenn du sie blickest an geschwind, so muß doch, wenn ein Strahl entsteht von deiner hohen Majestaͤt, was sterb⸗ lich ist vor dir erschrecken, und mit Elias sich ver⸗ decken.

7. Doch offenbarst du dich in großer Wonne, die deinem Kind ertraͤglich faͤllt; du spielst in uns, o freudenreiche Sonne, als Sonne in der neuen Welt. Wir suchen nur die Mor⸗

genröth, da doch dein Licht

stets hoͤher geht, bis uns nach Herzenslust erschienen dein volles Licht der Blut⸗ ruhinen.

8. Ein Strom von die⸗ sen Wassern kann vertrei⸗ ben Egyptens dicke Fin⸗ sterniß; die Kraft kann man nicht reden oder schrei⸗ hen, die in dir macht das Herz gewiß; wir fuͤhlen deinen starken Geist, der deine große Liebe vreist in reiner Klarheit ohne Ma⸗ kel, als eine reine Wahr⸗ heitsfackel.

9. Mein Heiland, hier kann ich mich recht erken⸗ nen, daß ich bin eine schlechte Mad, ein faules Holz, nichts werth, als zu verbrennen, und doch erhaͤlt mich deine Gnad. Dein Licht zeigt mir den kleinsten Staub der Suͤn⸗ den, die ich sonst nicht glaub; dies legt den Stolz fem bei mir nieder, und fuͤhrt mich zu der Demuth wieder.

10. Nur hier kann ich, mein Heiland, dich erkennen, wie gnadenreich dein An⸗ gesicht; du fegst den Staub von deiner lieben Tennen, und giebest mir, was mir gebricht; mein Elend

nimmst du von mir 0 und

giebst dich mir zum sichern Stab, und wenn ich nicht weiß fortzugehen, so muß ein neues Licht aufgehen. 11. Je treuer ich dich in dem Glauben halte, je klaͤ⸗ rer wird dein Licht verklaͤrt, und wenn ich dann die fro⸗ hen Haͤnde falte, die r er

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