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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
155
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1

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vom Worte Gottes.

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darein, und laß dich deß erbarnien, wie wenig sind der Heilgen dein, verlassen sind wir Armen. Dein Wort man laͤßt nicht ha⸗ ben wahr, der Glaub ist auch verloschen gar bei al⸗ len ie Tchren eile

2. Sie lehren eitel fal⸗ sche List, was eigen Witz ersindet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist in GOt⸗ tes Wort gegruͤndet; der waͤhlet dies, der ander das, sie trennen uns ohn alle Maaß, und gleißen schön von außen.

3. GOtt woll ausrot⸗ ten alle Lahr'r, die falschen Schein uns lehren; dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben

Recht und Macht allein,

was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns sollt meistern?

4. Darum spricht GOtt: Ich muß auf sein, die Ar⸗ men sind verstoͤret; ihr Seufzen dringt zu mir her⸗ ein, ich hab ihr Klag er⸗ hoͤret. Mein heilsam Wort soll auf denn Plan, getrost und frisch sie greifen an, und sein die Kraft der Armen.

5. Das Silber, durchs Feür siebenmal bewaͤhrt, wird lauter funden: an GOttes Wort man war⸗ ten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewaͤhret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein, und leucht stark in die Lande.

6. Das wollst du, GOtt,

bewahren rein vor diesem argen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich um⸗ her ndt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Dr. Martin Lutbe⸗

Mel. Wach auf, mein

Herz, und singe.

0 er HErr, 18² 8 D der oller Enden regiert mit seinen Haͤnden, der Brunn der ewgen Guͤter, der ist mein Hirt und Huͤter.

2. So lang ich diesen habe, fehlt mirs an keiner Gabe; der Reichthum ser⸗ ner Fuͤlle giebt mir die Frͤlt und Huͤlle.

3. Er laͤsset mich mit Freuden auf gruͤner Auen weiden, fuͤhrt mich zu fri⸗ schen Quellen, schafft Rath in schweren Faͤllen.

4. Wenn meine Seele zaget, und sich mit Sor⸗ gen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Noth zu ruͤcken.

5. Er lehrt mich thun und lassen, fuͤhrt mich auf rechter Straßen, laͤßt Rlen und Angst sich

illen um seines Namens

willen. 6. Und ob ich gleich vor Andern im finstern Thal muß wandern, fuͤrcht ich doch keine Tuͤcke, bin frei vorm UngeluͤckeNQ.

7. Denn du stehn mur zur Seiten, schuͤtzst mich vor boͤsen Leuten; dein

Stab, HErr, und 125

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