Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen

IITTTTTPTTLFẽEvłn.

10 vom Leiden Christi.

Sterben zu gewoͤhnen den so' tief verderbten Sinn. Hier haͤng ich den Mrr⸗ heustrauch nicht nur auf die Brust zunn Brauch: in mein Herz will ich ihn schließen, und ihn nimmer draus vermissen.

3. Dies Geheimniß wird verborgen und als Thor⸗ heit angesehn; aber meine groͤßten Sorgen sollen auf dies Wunder gehn, das nur Christi Tod in mir durch Ersterben fuͤr und fuͤr in dem Leben ausge⸗ bieret, im Gericht den Sieg ausfuͤhret.

4. Drum such ich den Freund im Grunde mei⸗ nes Herzens, wo er sich aus dem sonst verschloß⸗ nen Munde mir einfloͤßt so suͤßiglich, seine ganze Sterbenskraft, die ein neu⸗

zwischen Lieb und Leid in der rechten Maͤßigkeit; ja, ich find die tiefste Stille, wenn am Kreuze haͤngt mein Wille.

7. O geheimnißreiche Liebe, die sich im Verborg⸗ nen schenkt, oͤffne die ge⸗ heimen Triebe, wenn mein Sinn ans Kreuz hindenkt. Keine Leidenskraft von dir muͤsse jemals mangeln mir. Außer mir mag alls ver⸗ gehen, bleibe du in mir nur stehen. Gotifr. Arnold.

Alel. HErr JEsu Christ, wahr Klensch und GOtt.

WMir danken 1 28. dir, HErr IEsu Christ, daß du fuͤr uns gestorben bist, und hast uns durch dein theu⸗ res Blut gemacht vor GOtt gerecht und gut;

es Wesen schafft, als die

2. Und bitten dich, wahr

Rosen in dem Lenzen nach Mensch und GOtt, durch

dem Tod glaͤnzen.

des Winters dein heilig fuͤnf Wunden rolh, erlöͤs uns vom ewigen

5. Wenn ich denn vom Tod, und troͤst uns in der Osterlamme mit recht bit⸗ letzten Noth.

tern Salsen speis, dab die

3. Behuͤt uns auch vor

heiße Liebesflamme selbst Suͤnd und Schand, reich in mir zu braten weiß, uns dein allmaͤchtige Hand, frag ich nicht erst, wer daß wir im Kreuz gedul⸗ es sei, weil ich ihn selbst dig sein, uns troͤsten deiner

an Kraͤften fehlet, ist er mir zu alls erwaͤhlet.

6. Dies drückt mich in Hoffart nieder, in Be⸗ truͤbniß haͤlts empor, giebt in Schwachheit Staͤrke wieder, aus Verzweiflun ziehts hervor, haͤlt mi

esse frei, und wenns 3

schweren Pein;

4. Und schoͤpfen draus

die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, son⸗ dern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn.

Christoph Vischer.

V. Von

IN IM H: n h E MI. I WWN uhnn W H XII. MII. Bun HAd Q II In 0 nEhn V hehq