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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
91
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vom Leiden Christi.

truͤge. Viel Volks und Frauen weinten da, bald IEsus, als er sie da sah, thaͤt sich zu ihnen biegen, und sprach: Weinet nicht uͤber mich, ihr Toͤchter Zion, bewein sich ein je⸗ des und sein Kinder; ihr werdt noch sprechen: selig die Unfruchtbarn und die saͤugten nie, vor Furcht und Qual der Suͤnde.

16. Sie kamen bald zur Schaͤdelstatt, zween Uebel⸗ thaͤter man da hat, die man ans Kreuz auch schluge, zur linken und zur rechten Hand, wie es die Schrift laͤngst hat bekannt. IEsus bat, sprach mit Fuge: Verzeih ihn'n, Vater, die⸗ se That, keinr weiß, was er hie an hat. Pila⸗ tus thaͤt auch schreiben hebraͤisch, griechisch und la⸗ tein: IEsus ein Koͤng der Juͤden fein; das thaͤt die Priesir betruͤben.

17. Als nun JIEsus ge⸗ kreuzigt war, sein Kleider sie bald nahmen wahr, und spielten druͤbr behen⸗ de. Als JEsus da sein Mutter sah, dazu Johan⸗ nem/ bald er sprach: Weib, diesen ich dir sende, dies ist dein Sohn! Zum Juͤn⸗ ger spricht: Das ist dein Mutter, laß sie nicht! Bald er sie zu ihm nahme. Die Hohenpriester trieben Spott, auch ander viel laͤsterten GOtt: Bist dus, der von GOtt kame?

18. Bist du nun GOt⸗ tes lieber Sohn, steig jetzt vom Kreuz, hilf dir da⸗

von! das thaͤten guch die Schaͤcher. Doch einer sich zum andern kehrt, IEsus Unschuld er ihn da lehrt, sprach: JEsu, denk mein nachher, so du kommest ins Reiche dein. Er sprach; Heut wirst du bei mir sein, wohl in dem

die Paradeise! Ein Finstrniß

ward zur sechsten Stund; um neune FEsus schrie von Grund/ mit lauter Stimm und Weise: 19. Mein GOtt, mein GOtt, wie laͤßt du mich? In Spott brachten sie dald Essig, und gaben ihm zu trinken. A·ls IEsus den versuchet haͤtt, sprach er: Vollbracht ists, das ich thaͤt; sein Hauyt ließ er da sinken. O Vater, in die Haͤnde dein befehl ich dir den Geiste mein! schrie er mit lauter Stim⸗ me: gab auf sein Geist; der Vorhang bhend im Tempel riß entzwei zu End, die Felsen wichen ihme. 20. Das Erdreich auch erzittert war, die Graͤber wurden offenbar, der Hauptmann und sein Gsin⸗ de sprachen: Fuͤrwahr, der Fromme was und GOttes Sohn, deß zeiget das! schlugn an ihr Herz ge⸗ schwinde. Als sie den Schaͤchern brachn die Bein, war IEsus todt, brachen ihm kein, und stachen auf sein Seite; es rann daraus Wasser und Blut, ders hat gesehen/ ben gut, die Schrift die zeugts auch

weiter. 21. Nach